Das ist besonders bei Flieder der Fall. Aber auch bei unveredelten Pflanzen wie dem Essigbaum kann es zu einer Ausuferung der Wurzelschösslinge kommen. Es können ganze "Essigbaumwiesen" bei einer Verjüngung entstehen. Normal werden die Sträucher im Garten nur ausgelichtet. Das beinhaltet, dass nur die stärksten Triebe von der Basis herausgenommen werden. Damit behält ein Strauch die ewige Jugend. Auf keinen Fall sollte in den oberen Bereichen herum geschnipselt werden, da dies oben zu einem Besenwuchs führt und die Sträucher unten verkahlen lässt.

Jetzt ist die richtige Zeit, Kopfweiden zu schneiden, damit durch den Saft, der aus den Wurzeln aufzusteigen beginnt, ein reicher Neutrieb gesichert ist. Fehlt dieser Schnitt, so kann durch eine zu mächtige Überbauung der Stamm auseinander brechen. Das beim Schnitt anfallende dünne Reisig wurde früher zum Flechten verwendet.

Die Kopfweiden werden durch Steckhölzer vermehrt. Diese müssen noch in der Winterruhe geschnitten werden. Sie sollten etwa 3,20 Meter lang und unverzweigt sein. Die Steckhölzer kommen etwa 80 cm in den Boden. Zum Löchermachen nimmt am besten einen Motorbetriebenen Erdbohrer. Nach dem Stecken muss dann das Loch mit Erde fest eingestampft werden. Es reicht aber nicht, die Weidenhölzer zu stecken. Es muss auch eine kontinuierliche Pflege in den folgenden Jahren stattfinden. Das beinhaltet das Abstreifen der frischen Triebe aus dem Stamm sowie ein regelmäßiger Schnitt im Kopfbereich