Verblühte Zwiebelblumen und Primeln, die die in Schalen und Kästen an der Eingangstür oder auf der Terrasse gestanden haben, müssen nicht auf den Kompost. Man kann sie erfolgreich im Garten verpflanzen. Zwiebelgewächse sollten etwa um das Zweieinhalbfache ihrer Zwiebeldicke unter die Erdoberfläche kommen. Dann können sie in Ruhe einziehen. Die Frühlingsblüher wachsen gerne unter Laubbäumen und Sträuchern und wollen im Winter eine schützende Laubschicht.

Was bei Tomaten zu beachten ist

Viele Hobbygärtner pflanzen Tomaten mit erheblichem Aufwand in Zehn-Liter-Gefäßen mit reinem Kompost. Trotz aller Mühe fällt die Ernte dabei eher dürftig aus. Der Fachmann wundert sich nur, dass dabei überhaupt etwas richtig wächst. Hier findet nämlich eine totale Überdüngung statt. Dann zeigen sich die gleichen Symptom, wie bei einem Düngermangel. Es reicht eine Erdmischung mit nur einem Zehntel Kompost. Dazu kann man noch eine Hand voll Hornmehl pro Eimer geben, um den erhöhten Stickstoffbedarf der Tomaten zu decken. Das reicht dann völlig aus.

Die Mischkultur und der Anbau vieler Blumen helfen das biologische Gleichgewicht im Garten herzustellen. Sogar im biologischen Erwerbsanbau werden zwischen den Gemüsebeeten Streifen mit Sommerblumen ausgesät, um den Schädlingsbefall durch das Anlocken von Nützlingen wie Schweb- oder Florfliegen zu minimieren.