Man nennt das Gänseblümchen auch Tausendschön, Maßliebchen, Marienblümchen und kleine Margerite. Die vielen Namen zeigen, wie bekannt und beliebt diese Blume ist. Sie blüht vom März bis zum November fast in jedem Rasen, wenn er nicht zu sehr gepflegt und gedüngt wird. Besonders gern wachsen die Gänseblümchen da, wenn durch den Schnitt höhere Kräuter und Gras eingedämmt werden. Manche Leute sehen leider diese schöne Blume als Unkraut im Rasen an.

So werden im Handel leider immer noch Mittel zur "Vernichtung" dieser hervorragenden Heilpflanze angeboten. Das Gänseblümchen wird besonders von vielen Nützlingen im Garten besucht wie zum Beispiel Schwebfliegen, Hummeln und Bienen. Die Korbblüten sorgen so durch die Anlockung dieser Nutzinsekten für einen biologischen Ausgleich im Garten. In einer Landschaft, in der kaum noch Blumen wachsen dürfen, können bunte Rasenflächen wie Oasen sein.

Die Blätter des Gänseblümchens sind sehr geschätzt als Wildsalat. Auch die Blüten sind essbar und werden gern zum Garnieren von Speisen und als Zugabe Suppen verwendet. Sie haben einen sehr angenehmen und nussartigen Geschmack. In vielen Feinschmeckerlokalen zahlt man hohe Preise für eine Suppe mit einigen Blüten von Gänseblümchen. Die Knospen kann man auch gern und als Kapernersatz verwendet. Wenn die Blüten aber zu lange offen bleiben, werden sie leicht bitter. Gänseblümchen eignen sie sich besonders als Beigabe zu vielen Speisen. Für einen Salat schmecken die jungen Blättchen aus dem Inneren der Rosette am besten.

Das Gänseblümchen ist auch ein uraltes Heilmittel und ist besonders bekannt durch seine blutreinigende Wirkung. Es wird aber auch bei Hauterkrankungen Leberleiden eingesetzt. Eine Frühlingskur mit Gänseblümchen wirkt bei Rheuma wahre Wunder. Es lässt sich auch eine Tinktur aus der ganze Pflanze mitsamt der Wurzel herstellen, die man gegen die genannten Krankheiten einsetzen kann. Das Gänseblümchen wird besonders in der Kinderheilkunde eingesetzt. Obwohl die schöne Pflanze fast jeder kennt, ist sie noch wenig erforscht. Das soll sich durch die Nominierung zur Heilpflanze des Jahres 2017 ändern.

Gern machen Kindern aus dem Gänseblümchen einen Kranz, den sie gern auf dem Kopf tragen. Dazu werden in die Stiele leicht aufgeschnitten und jedes einzelne Gänseblümchen bis zur Blüte durchgezogen. Auch können so blühende Armreifen gemacht werden.Früher hat man geglaubt, wer die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr isst, wird im restlichen Jahr vom Zahnschmerzen, Augenbeschwerden und Fieber verschont.