Die Gartensaison naht mit Siebenmeilenstiefeln und die Gartenfreunde unter Ihnen juckt es mit Sicherheit schon in den Fingern. Samen wollen gesät, Setzlinge gepflanzt und die Gartenstühle endlich wieder benutzt werden. Die ersten Sonnenstrahlen haben ja beinahe schon sommerliche Temperaturen und Lust auf Zeit im Grünen gebracht. Dieses frühlingsfrische Gartenprojekt ist super simpel und definitiv ein Hingucker.
 
Gartenbeete kennt jeder, ein Gartenbett hingegen hat wohl kaum einer. Unsere kreative Idee für Ihren Garten ist ein Highlight für jede öde Gartenecke und ganz fix selbst gemacht. Sie brauchen dafür lediglich einen Bettrahmen mit hohem Seitenrand. Egal ob Sie nun ein Kinderbett, ein in die Jahre gekommenes Holzbett oder ein altes Metallbett haben – jedes dieser Schätzchen kann in ein innovatives Gartenbeet verwandelt werden.
 
Materialien:
  • altes Bett mit hohem Rahmen, idealerweise mit Lattenrost
  • 4 Nägel
  • Hammer
  • ein Stück feste Folie in der Größe des Bettes
  • einen Möbeltacker
  • bunten oder transparenten Lack
  • Schleifpapier mit feiner Körnung
  • Lackroller
  • Kies
  • Erde
 
Zunächst muss der äußere Zustand des Bettes begutachtet werden. Ist es bereits lackiert, so können Regen und Nässe nicht allzu viel Schaden anrichten. Falls das Bett aus unbehandeltem Holz ist, muss es lackiert werden, damit es nicht modert. Hierzu schleift man das Holz grob mit einem Schleifpapier feiner Körnung ab, damit der Lack besser haftet. Nachdem das Bett so vorbereitet wurde, kann es zügig mit einer Schaumstoff-Lackrolle gestrichen werden. Je nach Hersteller muss der Lack dann mehrere Stunden oder besser über Nacht trocknen. Wer den Vintage-Look seines Bettes mag oder keinen Wert auf die Langlebigkeit legt, der kann diesen ersten Schritt auch weglassen.

Als nächstes wird das Beet vorbereitet. Wenn das Bett einen Lattenrost hat fixiert man diesen mit vier Nägeln am Rahmen. Falls kein Lattenrost vorhanden ist, muss eine Platte hinein gelegt oder einige Holzlatten am Bettrahmen befestigt werden. Diese bilden die tragende Basis für das Beet und sollten einigermaßen stabil sein.
Um Erde in das Bett einfüllen zu können, muss nun die Folie angebracht werden. Hierzu legt man die Fläche auf dem Lattenrost  mit Folie aus und klappt diese am Rand hoch, sodass auch die Seiten des Bettrahmens mit Folie bedeckt sind. Am besten ist es, wenn man ein Stück Folie hat, das etwas zu groß ist. So kann man den Bettrahmen bequem auslegen, die Folie am oberen Rand festtackern und die überlappenden Folienstücke mit einem Teppichmesser oder einer Schere abschneiden. Wichtig ist lediglich, dass man am Rand genug Folie nach oben hin hat, um Erde einfüllen zu können.

Bevor das Beet nun mit Erde und Pflanzen bestückt wird, muss es an seinen Platz im Garten gebracht werden, denn nachher ist es mit großer Wahrscheinlichkeit zu schwer, um noch herumgetragen zu werden. Nun folgt der spaßige Teil: zunächst piekt man einige kleine Löcher in den Boden der Folie und füllt eine etwa einen Zentimeter starke Schicht Kies in das Beet. Dies dient als Drainage und sorgt dafür, dass sich das Wasser nicht an den Wurzeln der Pflanzen staut. Dann gibt man bis etwa fünf Zentimeter unterhalb der Bettkante Erde darauf.

Aufgrund der geringen Tiefe des Erdbodens ist es ratsam flachwurzelnde Pflanzen oder kleinere Kräuterbüsche zu wählen. Besonders schön sieht eine Mischung aus verschiedenen Kräuterpflanzen und einjährigen Gartenblühern wie Cosmea, Kornblumen, Mohn, Ringelblumen und Rittersporn aus. Diese bunte Blütenvielfalt gibt es oft als Samenpäckchen im Gartencenter.