Frau stürzt beim Wandern im Nürnberger Land: Am Pfingstmontag (24.05.2021) ereignete sich am Kletter- und Aussichtsfelsen "Hohler Fels" oberhalb des Happurger Stausees ein schwerwiegender Wanderunfall. Dies berichtet die Bergwacht Frankenjura in einer Pressemitteilung.

Gegen 15 Uhr wurden der Einsatzleiter Bergwacht Hersbrucker Schweiz, ein Rettungswagen und Notarzt aus Hersbruck, ein Einsatzleiter des Rettungsdienstes sowie ein Rettungshubschrauber zur Unfallstelle bestellt. Der Einsatzleiter der Bergwacht forderte zudem mehrere Einsatzkräfte der Bergwacht und ein Kriseninterventionsteam an.

Nürnberger Land: Wanderunfall am "Hohler Fels" - 53-Jährige schwer verletzt

Grund für die Einberufung des Einsatzteams war eine 53-jährige Wanderin, die im Gebiet des Aussichtsfelsens "Hohler Fels" aus 20 Metern Höhe abgestürzt war. Um der Frau umgehend medizinische Hilfe zu ermöglichen, wurde ein Luftretter mit Notarzt samt Notfallausrüstung mithilfe einer Hubschrauberwinde zum Wandfuß geflogen.

Die schwer verletzte Wanderin vom Rettungsdienst sowie der Bergwacht medizinisch versorgt und anschließend mit einem Bergwacht-Luftretter im Luftrettungssack liegend zum Hubschrauber hochgezogen.

Laut dem eingesetzten Luftretter Mamimilian Zeuch hätte ein bodengebundener Abtransport in dem sehr steilen und schmierigen Gelände deutlich länger gedauert. Die Rettung aus der Luft sei somit die schnellste Möglichkeit gewesen, die Frau schonend aus ihrer lebensbedrohlichen Situation zu befreien.

Schaulustige behindern Rettungseinsatz

Die 53-jährige Wanderin wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in eine Nürnberger Klinik gebracht. Sowohl am Landeplatz als auch an der Einsatzstelle setzten sich einige Personen über die Anweisungen der Einsatzkräfte hinweg. Sie begaben sich durch ihr Verhalten in akute Absturzgefahr und behinderten unter anderem beim Fotografieren die Rettungsaktion.

Im vergangenen Jahr hatte die Bergwacht im Nürnberger Land einen deutlichen Einsatzanstieg zu verzeichnen (2020: 150 zu 2019: 100). Das gleiche gilt auch für die elf Bereitschaften der Bergwacht Frankenjura. Diese wurden 2020 zu insgesamt 342 Einsätzen gerufen, 2019 waren es noch 218.