Im Vorfeld der Begegnung stellten Einsatzkräfte im Bereich der Innenstadt eine größere Personengruppe von Anhängern aus Braunschweig fest. Die Personen waren zum Teil bereits vermummt oder vermummten sich beim Eintreffen der Polizeibeamten. Zudem führten sie diverse Metall- und Plastikstangen mit sich, teilte die Polizei am Sonntagabend mit.

Nachdem die niedersächsischen Gäste einer Personenkontrolle unterzogen werden sollten, forderten die Beamten die Gruppe auf, anzuhalten. Dieser Aufforderung kamen sie nicht nach, sondern versuchten zunächst die Kontrolle zu umgehen und liefen danach wieder zurück in Richtung Lorenzkirche.

Als sie am Hallplatz ankamen trafen weitere Einsatzkräfte ein. Daraufhin versuchten die Fußballanhänger in Richtung Luitpoldstraße zu flüchten. Den Beamten gelang es die Gruppierung unter dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken anzuhalten.
Verletzte gab es nach Polizeiangaben nicht.

Aufgrund des äußerst aggressiven Auftretens der niedersächsischen Fußballanhänger und der Mitführung diverser gefährlicher Gegenstände nahmen die Beamten die Gruppe in Gewahrsam.

Sturmhauben, Messer und Metallstangen sichergestellt

Nachdem sie zum Polizeipräsidium Mittelfranken gebracht wurden, stellte die Polizei eine Vielzahl gefährlicher Gegenstände sicher. Ersten Erkenntnissen nach wurden 95 Sturmhauben, vier verbotene Messer, 17 Zahnschutze, drei Paar Handschuhe und 22 Metall- und Plastikstangen aufgefunden und sichergestellt. Zudem wurde bei zwei Personen Betäubungsmittel aufgefunden und ebenfalls sichergestellt.

Nach Rücksprache mit dem zuständigen Ermittlungsrichter wurde der Gewahrsam bis nach Spielende angeordnet. Gegen 16:15 Uhr wurde die Personengruppe wieder entlassen. Im Anschluss fuhren sie mit einer bereitgestellten U-Bahn in Begleitung von Einsatzkräften zu ihren in Fürth geparkten Fahrzeugen. Die Beamten begleiteten die abfahrenden Fahrzeuge noch bis zum Autobahnkreuz Fürth/Erlangen.

Gegen insgesamt sechs Personen wurden Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Waffengesetz eingeleitet.

Während des Fußballspieles und nach der Begegnung kam es nach Polizeiangaben zu keinen weiteren nennenswerten Störungen. ak