Nur unter Hinzuziehung von weiteren Kräften, unter anderem des Unterstützungskommandos (USK) konnte die Polizei in Nürnberg in der Nacht auf Sonntag eine aus dem Ruder gelaufene Party unterbinden. Laut der Polizei wurden die Beamten bei dem Einsatz erheblich bedrängt.

Ausgangspunkt des Einsatzes in der Nürnberger Innenstadt war eine Ruhestörung. Zeugen riefen gegen 01.45 Uhr die Polizei und teilten eine lautstarke Party in einem Mehrparteienhaus im Betzengäßchen mit. Bereits beim Betreten des Anwesens nahm die Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte eine erhebliche Geräuschkulisse wahr. Vor Ort trafen die Beamten auf ca. 20 Menschen, die lautstark feierten. Sie wurden zunächst zur Ruhe ermahnt.

Feiernde reagierten "hochaggressiv"

Da sich die Situation nach ca. 10 Minuten nicht beruhigt hatte, fuhr die Streife erneut zum Einsatzort. Die Feiernden wurden aufgefordert, die Party zu beenden.
Daraufhin reagierten die Personen sofort hochaggressiv. Die beiden Polizeibeamten wurden umringt und bedrängt. Auch die Androhung von unmittelbarem Zwang mittels Schlagstock und Pfefferspray beeindruckte die Personen nicht. Zwei weitere Unterstützungsstreifen konnten ebenfalls nicht zur Beruhigung der Situation beitragen, woraufhin weitere starke Polizisten hinzugezogen werden mussten.

Erst nachdem ein Großaufgebot der Nürnberger Polizei hinzugezogen wurde - unter anderem Kräfte des USK, Diensthundeführer und zivile Beamte - konnten die Beamten die Lage beruhigen und die Personalien der etwa 20 Feiernden aufnehmen, die sich mittlerweile vor dem Anwesen befanden. Anschließend erteilten die Beamten mehrere Platzverweise, die teilweise nur unter Anwendung von unmittelbarem Zwang durchgesetzt werden konnten.

Die Partygäste warfen den Polizeibeamten während der gesamten Sachbearbeitung unter anderem fremdenfeindliche Motive vor. So teilt es die Polizei mit. Außerdem wurden die Polizisten fortwährend bedrängt und gefilmt. Zwei Männer, die sich überhaupt nicht beruhigen ließen, wurden in Gewahrsam genommen. Erst danach beruhigte sich die Situation vor Ort.

Die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte leitete bislang mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Die weiteren Ermittlungen dauern derzeit noch an.

Vorschaubild: © Ronald Rinklef (Symbolbild)