Stau nach Lkw-Unfall auf der A9 in Franken: Am Freitagmorgen (23.10.2020) ereignete sich auf der A9 im Landkreis Nürnberger Land ein Unfall mit einem Gefahrgutlastwagen. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilte, war ein weiterer Lastwagen in das Heck des Lasters geprallt.

Der 66 Jahre Alter Fahrer des Gefahrguttransporters war nach seiner Pause von der Raststätte Wolfshöhe in Richtung Berlin auf die Autobahn aufgefahren. Da es auf diesem Abschnitt der A9 bergauf geht, war er nur mit geringer Geschwindigkeit auf der rechten Spur unterwegs und konnte nur mühsam beschleunigen. Während er nach etwa 500 Metern nur noch knapp 30 Stundenkilometer fuhr, wechselten einige der Fahrzeuge hinter ihm auf die mittlere Spur.

Unfall mit Gefahrgutlaster auf A9 bei Schnaittach

Ein 39 Jahre alter Sattelzug-Fahrer erkannte die Situation jedoch zu spät und schaffte es nicht mehr rechtzeitig auszuweichen. Mit rund 80 Kilometern pro Stunde krachte er seitlich versetzt ins Heck des Gefahrgutlastwagens.

Glücklicherweise wurde keiner der beiden Fahrer verletzt, die beiden Lastwagen wurde aber schwer beschädigt. Das Trümmerfeld erstreckte sich laut Polizei auf über hundert Meter, mindestens drei Fahrzeuge fuhren versehentlich über die Trümmer. Das Gefahrgut - mehrere Container mit Klebstoff - blieben unversehrt.

Die Fahrbahn in Richtung Berlin musste für die Bergung und Reinigung zeitweise komplett gesperrt werden und die Autobahnmeisterei leitete den Verkehr ab der Anschlussstelle Lauf/Hersbruck ab. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau. 

Die Feuerwehren aus Neunkirchen und Lauf sowie der Rettungsdienst waren vor Ort. Das Technische Hilfswerk half beim Umladen des Klebstoffs aus dem beschädigten Transporter. Der Sachschaden wird insgesamt auf etwa 50.000 Euro geschätzt.