Anschlag auf Mountainbiker in Mittelfranken: Fahrradfahrer erleidet Platten und stürzt. In der Nähe von Happurg (Landkreis Nürnberger Land) hat ein bislang unbekannter Täter mehrere Nägel an Baumwurzeln angebracht. Auf diese Weise wollte er offensichtlich der wachsenden Anzahl an Mountainbikern in den Wäldern entgegenwirken. Dies teilt die Polizei mit, die von einem "Anschlag auf Mountainbiker" spricht.

Demnach fuhren am Dienstag (02.06.2020) gegen 19.30 Uhr zwei 26 und 29 Jahre alte Mountainbiker einen Wanderweg vom Hohlen Fels in Richtung Hohenstadt entlang. Nachdem einer der beiden aus zunächst nicht erkennbarem Grund gestürzt war und beide Männer platte Reifen hatten, suchten sie schließlich die Strecke ab.

Fiese Falle: Nägel in Wurzeln sollen Mountainbiker ausbremsen

Dort konnten sie mehrere in Wurzeln eingeschlagene Nägel entdecken. Diese waren, wie die Polizei annimmt, offenbar absichtlich eingeschlagen worden, um sich gegen die steigende Zahl von Mountainbiker in den Wäldern zu Wehr zu setzen.

Die Polizei weist darauf hin, dass dies allerdings kein geeignetes Mittel dafür ist. Gegen den Täter wird nun wegen eines "Verbrechenstatbestands" ermittelt wird, berichtet die Polizei.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei auch Wanderer, da die Nägel auch für sie eine Gefahr darstellten. Zudem habe das Gelände bislang nicht komplett abgesucht werden können.

Zugleich betont die Polizei, dass das Befahren des Waldes mit Mountainbikes grundsätzlich nur auf dafür geeigneten Wegen - und unter Rücksichtnahme auf Fußgänger - erlaubt ist.

Ein Mann aus dem Landkreis Fürth ist beim Wandern in den Berchtesgadener Alpen rund 80 Meter in die Tiefe gestürzt. Er zog sich dadurch tödliche Verletzungen zu.