Update vom 24.11.2022, 12.30 Uhr: Täter weiterhin flüchtig - Polizei vernimmt Zeugen 

Einen Monat nach den tödlichen Schüssen auf der Landgrabenstraße in Nürnberg sucht die Polizei immer noch nach dem 28 Jahre alten Verdächtigen. Näheres zu der Fahndung wollte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Wie der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Metropolregion gegenüber inFranken.de erklärt hat, brodelt allerdings die Gerüchteküche - immer mehr Details werden bekannt. 

Der Verdächtige soll am 24. Oktober vor einem Restaurant in der Nürnberger Südstadt auf einen 30-Jährigen und einen 35-Jährigen geschossen haben. Der Jüngere starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Den Ermittlungen zufolge hatte es zuvor einen Streit zwischen den Männern gegeben.

Die Polizei hat inzwischen eine rund 40-köpfige Sonderkommission gegründet, um den mutmaßlichen Todesschützen zu finden. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor. Auf den Fahndungsaufruf hatten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ende Oktober weitere Zeugen gemeldet. Die Vernehmungen liefen nach wie vor, hieß es.

Update vom 03.11.2022, 14.30 Uhr: Polizei gründet Sonderkommission "Soko Graben" mit über 40 Beamten

Die Ermittlungen zu den Schüssen auf zwei Männer in der Nürnberger Südstadt gehen weiter, wie die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Antje Gabriels-Gorsolke inFranken.de am Donnerstag (3. November 2022) mitteilt. Dafür hat die Nürnberger Kriminalpolizei eine Sonderkommission mit dem Namen "Soko Graben" gegründet, so das Polizeipräsidium Mittelfranken. Dort sind zum aktuellen Zeitpunkt mehr als 40 Beamte in die Ermittlungen zum Tatgeschehen sowie dem Aufenthaltsort des Tatverdächtigen eingebunden.

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei weitere Zeugen. Personen, die das Tatgeschehen vom Montag (24. Oktober 2022) wahrgenommen haben oder Angaben zum Aufenthaltsort des flüchtigen Mert Fahri Akin machen können, werden dringend gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen, verlautet das Polizeipräsidium.

Ein Überwachungsvideo kann für den Ermittlungserfolg eine wichtige Rolle spielen. Es zeigt das Tatgeschehen und lässt unter anderem erkennen, dass es weitere, bislang unbekannte Tatzeugen gibt. Demnach sind in dem Video zwei Personen mit Kinderwagen zu erkennen, die sich zum Tatzeitpunkt in der Nähe des Geschehens befanden.

Zeugenhinweise nimmt die Nürnberger Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0911 2112-3333, dem Polizeinotruf 110 sowie an jeder anderen Polizeidienststelle entgegen.

Update vom 27.10.2022, 11.10 Uhr: Polizei veröffentlicht Beschreibung des Verdächtigen

Die Fahndung geht weiter: Nach einem Tötungsdelikt am Montagabend (24. Oktober 2022) in der Nürnberger Südstadt ist der Täter weiterhin auf der Flucht. Die Ermittlungen der Nürnberger Kriminalpolizei dauern an. Mittlerweile wird der Verdächtigen Mert Akin per Haftbefehl gesucht. Die Beamten bitten daher um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die zuständige Ermittlungskommission der Nürnberger Kriminalpolizei führte bisher umfangreiche Ermittlungen - unter anderem im Umfeld des Mannes - durch, um ihn zu fassen. Mit Unterstützung von Kräften der Polizeiinspektion "Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken" wurden.

Zudem Anwohner befragt, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken zum aktuellen Stand mit. Der Verdächtige konnte aber noch nicht festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde zwischenzeitlich ein Haftbefehl gegen den Mann erlassen.

Die Ermittler der Kriminalpolizei wenden sich nun an die Öffentlichkeit und liefern eine Personenbeschreibung von Mert Fahri Akin:

  • Er ist 28 Jahre alt;
  • er ist zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß;
  • er hat eine kräftig-athletische Figur mit einem leichten Bauchansatz;
  • er hat dunkle Haare;
  • er trägt mehrere Tätowierungen: eine Sonne auf der linken Brust sowie ein Tribal am rechten Arm vom Handgelenk bis zur Schulter

Die Polizei betont aber auch, dass er mittlerweile sein Aussehen verändert haben könnte, um nicht erkannt zu werden. Zudem könnte er weiterhin bewaffnet sein.

Zeugen, die Hinweise zum Aufenthaltsort des Gesuchten geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken oder über den Notruf 110 zu melden.

Mehrere Menschen hatten von wahrgenommenen Schussgeräuschen berichtet. Eine Augenzeugin berichtet inFranken.de, was sie beobachtet hat. Die Familie des getöteten Mannes ist nach der Tat fassungslos: "Wir sind am Boden zerstört", sagt ein Angehöriger.

Update vom 26.10.2022, 12.20 Uhr: Tödliche Schüsse in Nürnberg - Polizei gibt neue Details bekannt

Nach den tödlichen Schüssen in der Nürnberger Südstadt am Montag (24. Oktober 2022) befindet sich der mutmaßliche Täter nach wie vor auf der Flucht. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 28 Jahre alten Mann, teilte Marc Siegl, Pressesprecher am Polizeipräsidium Mittelfranken am frühen Mittwochmittag (26. Oktober) im Gespräch mit inFranken.de mit. "Er ist uns namentlich bekannt." 

In welcher Beziehung der 28-Jährige zu seinen beiden Opfern steht, sei noch nicht abschließend geklärt. "Dies ist noch Gegenstand der Ermittlungen", sagte der Polizeisprecher. "Es gibt aber wohl eine Vorbeziehung zwischen den drei Personen." Der Flüchtige steht im Verdacht, am Montagabend auf einen 30-Jährigen und einen 35-Jährigen geschossen zu haben. Der 30-Jährige verstarb kurz darauf in einem Krankenhaus. Der 35-Jährige kam ebenfalls mit schweren Verletzungen in die Klinik. "Laut aktuellem Kenntnisstand besteht für ihn wohl keine Lebensgefahr", berichtete Siegl.

Die Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Verdächtigen laufen derweil weiter. Ob sich die Suche hierbei auf den Großraum Nürnberg beziehungsweise Franken beschränkt oder überregional beziehungsweise gar im Ausland gefahndet wird, wollte das Polizeipräsidium aus ermittlungstechnischen Gründen nicht preisgeben. Ob sich die folgenschwere Tat in der Südstadt womöglich im Milieu der organisierten Kriminalität ereignet hat, ist ebenfalls noch unklar.

Update 25.10.2022, 12.50 Uhr: Polizei fahndet nach Täter - Hinweise auf "bekannten Mann"

Wie die Polizei berichtet, gibt es inzwischen Hinweise auf den mutmaßlichen Täter, der am Montagabend in Nürnberg einen Menschen getötet und einen schwer verletzt hat. Es ergaben sich laut Mitteilung "Hinweise auf einen namentlich bekannten Mann", auf den sich die "weiteren Fahndungsmaßnahmen" fokussierten. Der Aufenthaltsort des Verdächtigen sei aber nicht bekannt.

Nach aktuellem Ermittlungsstand suchte sich der Täter seine Opfer nicht wahllos aus. Mehrere Zeugenaussagen deuteten darauf hin, dass sich die drei Beteiligten kannten und mutmaßlich ein Streit vorausgegangen war. Die genaue Beziehung der Männer untereinander und der Hintergrund des Streits ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken zu melden.

Update vom 25.10.2022, 0 Uhr: Eine Person erliegt Verletzungen - Täter weiter auf der Flucht

Am Montagabend (24. Oktober 2022) kam es in der Nürnberger Südstadt zu einem Tötungsdelikt. Ein bislang unbekannter Mann eröffnete mit einer Schusswaffe vor einem Restaurant das Feuer auf zwei Männer.

Gegen 20 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale der Polizei mehrere Notrufe über eine handfeste Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen vor einem Restaurant in der Landgrabenstraße ein. Einzelne Zeugen berichteten außerdem, dass sie Schussgeräusche wahrgenommen hatten.

Die ersten vor Ort eintreffenden Streifen stellten zwei Männer mit Schussverletzungen fest und leisteten umgehend Erste Hilfe. Einer der Männer war so schwer verletzt, dass er vor Ort reanimiert und im Anschluss in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste, wo er kurz darauf verstarb. Auch die zweite Person erlitt schwere Verletzungen und wurde zur weiteren Behandlung ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd leitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem Täter ein. Diese dauern zur Stunde (Stand 0 Uhr) an. In die Fahndung sind neben Beamten der Nürnberger Polizei auch Einsatzkräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei eingebunden.

In den sozialen Medien kursieren dem Pressesprecher der Polizei Mittelfranken, Michael Petzold, zufolge Gerüchte zu den Hintergründen der Tat. Diese erweisen sich laut Petzold als unwahr. Bisher glaube die Polizei an einen Streit, der ausgeartet sei.

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken hat indes die ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen eingeleitet, welche durch die Nürnberger Mordkommission fortgeführt werden. Am Tatort wurde eine Schusswaffe aufgefunden. Ob es sich hierbei um die Tatwaffe handelt, ist noch unklar und Gegenstand weiterer Untersuchungen. Am Tatort werden Spuren gesichert und Zeugen befragt.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Polizei ist bis auf Weiteres mit starken Kräften in dem Bereich präsent. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken zu melden.

Originalmeldung: Zwei Personen schwer verletzt - Polizei fahndet in Nürnberg nach dem Täter

Am Montagabend (24. Oktober 2022) kam es in der Landgrabenstraße in der Nürnberger Südstadt zu einem großen Polizeieinsatz. Zwei Menschen wurden angeschossen und schwer verletzt.

Am Montagabend ist es im Bereich zwischen Aufseßplatz und Christuskirche zu einer Auseinandersetzung mehrerer Personen gekommen, wie die Polizei mitteilte. Dabei waren Schüsse gefallen. Zwei Menschen wurden schwer verletzt.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Vor Ort werden weiträumige Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt und Zeugen befragt. Der Tatort befindet sich an einer Tramhaltestelle, weshalb eine Straßenbahn angehalten wurde. Die betroffenen Straßen sind weiterhin für den Verkehr gesperrt. Am späten Abend konnte die Polizei die mutmaßliche Tatwaffe finden, wie sie über die sozialen Netzwerke mitteilte.

Eine Person musste vor Ort reanimiert werden, was laut der Polizei erfolgreich war. Beide verletzten Personen befinden sich jedoch in intensivmedizinischer Versorgung in einem Klinikum. Über die Hintergründe der Tat ist noch nichts bekannt - nach dem unbekannten Täter wird gefahndet.