Betroffen sind Marktkauf Nürnberg Mögeldorf, Marktkauf Nürnberg Plärrer, Marktkauf Nürnberg Am Vogelherd, Marktkauf Nürnberg Wilhelmshavener Str., real Nürnberg Virnsberger Str., real Schwabach, Karstadt Nürnberg Langwasser, E-Center Nürnberg Sulzbacherstr., Kaufhof Nürnberg und Ikea Fürth.

Auch in Mittelfranken hatten die dort Beschäftigten (etwa 48.000) die Hoffnung, dass die Arbeitgeber die Chance nutzen würden, mit einem akzeptablen Angebot die erbrachten Leistungen respektvoll anzuerkennen.
Diese Hoffnung zerplatzte jedoch wie eine Seifenblase.

"Es ist schon äußerst dreist, was die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern im Einzelhandel tarifpolitisch so alles zumuten", erklärt der für den Einzelhandel in Mittelfranken zuständige ver.di-Streikleiter Manfred Wages.

Angebot verweigert

Die Arbeitgebervertreter
verweigerten ein Angebot für notwendige Entgelterhöhungen und forderten stattdessen Eingriffe in die Schutzregelungen für die Beschäftigten bei der Arbeitszeit, Einschnitte bei der Bezahlung der Verkaufstätigkeiten, Kürzungen bei den Nacht- und Spätzuschlägen sowie Billiglöhne für die Beschäftigten der Warenverräumung.

Der Einzel- und Versandhandel verzeichnet gute Umsätze und macht hervorragende Gewinne. So stiegen die Gewinne nach Steuern seit 2000 um 76 Prozent. Auf der anderen Seite müssen, nach Aussage von ver.di, die Beschäftigten auf immer mehr Verkaufsfläche, bei immer längeren Öffnungszeiten, mit immer weniger Beschäftigten immer mehr leisten - und das bei Reallohnverlusten.

"Die Arbeitgeberverbände kündigten zum 30. April 2013 ohne jede Not die Manteltarifverträge und dann legen sie auch noch einen Gruselkatalog mit Gegenforderungen auf den Tisch, der einfach nicht mehr nachvollziehbar ist", so Wages weiter.

Keine Flexibilisierung mehr

"Wir brauchen keine weitere Arbeitszeitflexibilisierung, keine Kürzung der Spät- und Nachtzuschläge und keine Abgruppierung bei der Verkaufstätigkeit. Was die Menschen im Einzelhandel brauchen ist eine spürbare und akzeptable Erhöhung der Löhne und Gehälter. Nicht mehr und nicht weniger", erklärte der Gewerkschafter.

Einige Hundert Kolleginnen und Kollegen werden sich zwischen 8.30 Uhr und 10 Uhr vor dem DGB-Haus einfinden und dort gemeinsam entscheiden, wie lange die Streikmaßnahme andauern wird. red