Nürnberg will Flüchtlinge aus Moria aufnehmen: OB Marcus König und die Stadtratsfraktionen haben sich dazu bereit erklärt, insgesamt 10 Menschen aus dem Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos aufzunehmen. Das berichtet die Stadt Nürnberg.

"Die Bilder, die uns aus Moria erreichen, können uns nicht kaltlassen. Nürnberg ist die Stadt des Friedens und der Menschenrechte und als Oberbürgermeister bin ich dafür, dass wir vor dieser humanitären Katastrophe nicht die Augen verschließen und schutzbedürftige Flüchtlinge auch in Nürnberg aufnehmen", erklärt OB Marcus König.

Zusätzlich bittet er die Bundesregierung, die Einreisebedingungen zu klären.

Stadt Nürnberg will notfalls selbst für Flüchtlinge zahlen

Zuvor hatte der Stadtrat bereits im Ferienausschuss am 22. April beschlossen, dass die Stadt Nürnberg als "Sicherer Hafen" zehn unbegleitete minderjährige Ausländer aufnimmt. Sollte Geld für die Aktion benötigt werden, das nicht durch den Freistaat Bayern oder den Bund finanziert wird, will die Stadt Nürnberg die Kosten selbst tragen.

Auch Angela Merkel und Emmanuel Macron haben sich am Donnerstag bereit erklärt, Geflüchtete aufzunehmen. Insgesamt 400 Minderjährige wollen die Bundeskanzlerin und Frankreichs Präsident in Schutz nehmen. Mehr Informationen gibt es hier.