Die genannte Anzahl von 362 polizeilichen Vorgängen in einem Jahr lasse keine Aussage auf die Gefährlichkeit eines Ortes zu. Der Aufseßplatz weise im Hinblick auf die Sicherheit keine Auffälligkeiten oder überhöhten Vorfälle auf, schreibt das Ordnungsamt in seiner Pressemitteilung.

Polizeiliche Vorgänge sind nicht gleichzusetzen mit Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Vielmehr zählen sämtliche Vorfälle in diese Zahl hinein, bei der die Polizei vor Ort ist, also auch gefundene Gegenstände, Identitätsfeststellungen und andere, eher wenig sicherheitsrelevante Vorgänge.

Die hohe Zahl an polizeilichen Vorgängen belege lediglich, so das Ordnungsamt, dass sich die Polizei sich um Anrufe aller Art intensiv kümmere.

Immerhin 51 Vorgänge hätten jedoch einen Bezug zur örtlichen Trinkerszene.
Da die Trinkerszene eine nicht zu akzeptierende Belästigung für die Anwohner und Passanten am Aufseßplatz sei, versuche die Stadt, "mit den verfügbaren ordnungsrechtlichen Maßnahmen und Streetwork auf die Trinkerszene einzuwirken." Das Ordnungsamt weist darauf hin, dass der in den Medienberichten erwähnte Trinker eines natürlichen Todes gestorben sei.