Vor dem fränkischen Derby warnen die Trainer des 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth ihre Spieler davor, an das famose Hinspiel zu denken. Zum Saisonstart der 2. Fußball-Bundesliga hatten die Fürther den Erzrivalen mit 5:1 gedemütigt. "Dafür können wir uns nicht mehr viel kaufen", betonte der Fürther Trainer Frank Kramer am Donnerstag. "An dieses 5:1 zu denken wäre brandgefährlich."

Die SpVgg ist nach sechs Spielen ohne Sieg und 366 Minuten ohne Tor auf Rang zwölf abgerutscht. "Wir müssen die Zähne zusammenbeißen und da durch! Im Derby gelten andere Gesetze", sagte Kramer. "Wir wollen nochmal alles geben und für einen versöhnlichen Abschluss sorgen."

Umschwung beim Club

Anders als Fürth gehen die Nürnberger nach zuletzt vier Siegen in fünf Spielen gestärkt in das Derby am Samstag (13.00 Uhr). "Wir können uns über die Resultate gerade nicht beschweren", fand Trainer René Weiler, der für den Umschwung beim "Club" verantwortlich ist. "Es braucht immer auch Glück, und das ist uns im Moment hold. Aber vielleicht tun wir auch ein bisschen mehr dafür."

Mit einem Dreier will Nürnberg weiter zur Aufstiegszone heranrücken. Als eine Revanche für die Klatsche in Fürth sieht Weiler die Partie nicht. "Das liegt lange zurück, und Fußball ist ein Tagesgeschäft. Wir leben im Hier und Jetzt. Es geht um viel Prestige. Ich bin ein Trainer und will jedes Spiel gewinnen, egal ob gegen Fürth oder Aue."

Für den Jahresabschluss waren bis Donnerstag 45 000 Karten verkauft. Der FCN geht davon aus, das 50 000 Zuschauer fassende Stadion komplett voll zu kriegen. 4500 Fürther werden erwartet.