Update: Polizei ermittelt gegen mehr als 300 Nürnberg-Fans

Nach den Ausschreitungen vor und während des DFB-Pokalspiels von Hansa Rostock gegen den 1. FC Nürnberg (2:4 im Elfmeterschießen), ermittelt die Polizei gegen 312 Nürnberg-Anhänger. Allen werde schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen, sagte eine Sprecherin der Polizei Rostock am Freitag. Die Gruppe war am Mittwoch Stunden vor dem Spiel auf dem Weg zu einem Treffpunkt der Rostocker Fanszene auf eine Gruppe Hansafans getroffen. Die gleichzeitig eintreffende Polizei hatte versucht, beide Fangruppen zu trennen. Anschließend hatte sie über 300 Nürnberger festgesetzt.

Zwei Nürnberger Fans seien zudem Opfer von Straftaten geworden. Die Polizei ermittele wegen gefährlicher Körperverletzung und Raubes. Außerdem hatten Unbekannte die Heckscheibe des Mannschaftsbusses eingeschlagen. Wegen zahlreicher Straftaten werde auch gegen Hansafans ermittelt, unter anderem wegen des Angriffs auf Stadionordner, Polizisten und des Abbrennens von Pyrotechnik. Gegen wie viele Rostocker ermittelt werde, blieb aber noch unklar.

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Bei den Ausschreitungen rund um das DFB-Pokalspiel des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock gegen Bundesligist 1. FC Nürnberg sind nach Angaben der Polizei zwölf Beamte leicht verletzt worden. Insgesamt seien 613 Polizisten im Einsatz gewesen, teilte eine Sprecherin nach dem Nürnberger Sieg im Elfmeterschießen am Donnerstag mit. Gegen mehrere Männer laufen demnach Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, versuchten Raubes und wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

So sei während des Spiels am Mittwochabend auf der Südtribüne massiv Pyrotechnik gezündet worden. Nach der Partie hätten mehrere Hansa-Fans an der Osttribüne Ordner angegriffen. Zwei Angreifer seien durch Polizeikräfte gestellt worden.

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Bereits Stunden vor Spielbeginn war es zu Ausschreitungen gekommen. Bei einer Auseinandersetzung zweier kleinerer Gruppierungen hätten Hansa-Fans Nürnberger Anhänger angegriffen. Zivil eingesetzte Polizeibeamte unterbanden weitere Übergriffe. Dabei gab ein Polizist einen Warnschuss ab. Zu den Gründen machte die Polizei keine Angaben. Verletzt wurde niemand. Während mehrere Tatverdächtige flüchteten, wurde ein 20-jähriger Rostocker in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt.

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311 Nürnberger Fans wurden zur Aufnahme ihrer Personalien in Gewahrsam genommen. Sie reisten gegen 21.00 Uhr in ihren Bussen wieder ab. Die Polizei stellte nach eigenen Angaben 99 Vermummungsgegenstände, 52 pyrotechnische Erzeugnisse sowie vier als Kreditkarten getarnte Messer und Schlaghandschuhe sicher.