Weiterer Neuzugang für die FCN-Defensive: Florian Hübner wechselt vom 1. FC Union Berlin ablösefrei zum 1. FC Nürnberg in die zweite Liga.

Das gaben beide Klubs am Freitag (14.05.2021) bekannt. Der 30 Jahre alte Innenverteidiger spielte seit der Aufstiegssaison 2018/19 insgesamt 48 Mal für die Eisernen. Zuletzt hatte Hübner bei Union aber keinen Stammplatz mehr. Sein Vertrag bei Union läuft zum Saisonende aus.

Innenverteidiger Florian Hübner wechselt zum 1. FC Nürnberg

Beim FCN unterschreibt der erfahrene Verteidiger einen "längerfristigen Vertrag", verkündet der 1. FC Nürnberg - ohne eine genaue Laufzeitlänge anzugeben. Hübner bringt von seinen Stationen SV Sandhausen, Hannover 96 und Union Berlin eine Menge Profierfahrung (26 Bundesliga- und 108 Zweitliga-Spiele) mit ins Frankenland. Bereits vor wenigen Tagen hatte der FCN die Verpflichtung des 31 Jahre alte Innenverteidigers Christopher Schindler (Huddersfield Town) bekannt gegeben.

Nun bekommt der Club mit Hübner einen weiteren "gestandenen Innenverteidiger, der seit Jahren auf hohem Niveau seine Leistung gebracht hat", sagt Sportvorstand Dieter Hecking. "Mit seinen sportlichen Qualitäten wird er uns Stabilität verleihen. Dazu ist er eine Persönlichkeit auf und neben dem Platz", so Hecking weiter. "Ich hatte tolle Gespräche mit der Sportlichen Leitung des FCN und war schnell überzeugt. Der Club ist nach wie vor ein großer Verein mit bedeutender Strahlkraft. Ich freue mich auf die neue Saison und die Spiele im Max-Morlock-Stadion", wird Hübner selbst auf der Vereinshomepage zitiert.

Neben den sportlichen Leistungen auf dem Platz sorgte ein Thema rund um Florian Hübner im Januar dieses Jahres für Gesprächsstoff. Dem Abwehrmann wurde eine rassistische Beleidigung gegen seinen Gegenspieler Nadiem Amiri unterstellt. Der DFB-Kontrollausschuss ermittelte, fand dafür nach der Befragung vieler Zeugen aber keine Anhaltspunkte und sprach ihn von diesem Vorwurf frei. Der Club suchte im Vorfeld der Verpflichtung dennoch das Gespräch mit den Beteiligten. Hecking betont: „Uns war wichtig, dass die Vorwürfe haltlos waren. Durch meine Gespräche mit den Protagonisten hat sich dieser Eindruck bestätigt. Der DFB hat das mit seinem Urteil klargestellt.“

Nach Rassismus-Vorwürfen hatte der Club kürzlich von der Verpflichtung eines Jugendtrainers Abstand genommen.