Diese Niederlage erregte die Gemüter beim 1. FC Nürnberg. Ein umstrittener Foulelfmeter sorgte am Samstag in der 2. Fußball-Bundesliga für ein extrem ärgerliches und auch unnötiges 2:3 (2:1) der Franken bei Eintracht Braunschweig. Nick Proschwitz verwandelte in der Nachspielzeit den entscheidenden Strafstoß, an dem Schiedsrichter Sven Waschitzki auch nach dem Video-Studium des Zweikampfes von Lukas Mühl gegen Lasse Schlüter festhielt.

"Das ist niemals ein Elfmeter, auch wenn man sich das zehnmal anguckt. Selbst wenn da ein minimaler Kontakt war, ist der halt längst nicht ursächlich fürs Hinfallen", klagte FCN-Coach Robert Klauß: "Dass wir so Punkte verlieren, ist sehr bitter."

FCN verliert nach umstrittenen Elfmeter gegen Braunschweig

FCN-Verteidiger Mühl hatte seinen Gegenspieler beim Zweikampf im Strafraum leicht touchiert. "Für mich ist das viel zu wenig für einen Elfmeter", urteilte Mühl. "Für mich ist es ein Elfmeter", meinte dagegen Braunschweigs Schlüter bei Sky. Er sprach von einem Halten oben und einer leichten Berührung am Fuß, das nutzte er aus.

Auch zwei Tore von Stürmer Pascal Köpke reichten den Gästen am Ende nicht einmal zu einem Zähler. Der von Hertha BSC verpflichtete Köpke hatte mit seinem Doppelpack (31./42. Minute) vor 2788 Zuschauern für die Führung der vor der Pause spielbestimmenden Franken gesorgt. "Alle sind sehr sauer und sitzen mit hängenden Köpfen in der Kabine", berichtete Köpke über die Stimmunglage bei seiner Mannschaft.

Für die Braunschweiger waren vor dem späten Siegtor Danilo Wiebe (25.) mit einem Traumtor aus 25 Metern sowie Kapitän Martin Kobylanski (52.) erfolgreich. Sechs Punkte aus sechs Spielen sind für den 1. FC Nürnberg eine enttäuschende Ausbeute.

Sechs Punkte aus sechs Spielen - enttäuschende Bilanz für den Club

Der "Club" gab das Spiel unabhängig vom Ärger über den Elfmeter unnötig aus der Hand. Er hatte lange mehr Ballbesitz, konnte aber daraus nicht genug Kapital schlagen. Nach dem 2:2 verlor das Team von schließlich die Spielkontrolle.

Echte Torgefahr strahlte nur der 25-jährige Köpke aus. Beim 1:1 verwertete der Angreifer einen wunderbaren Pass von Robin Hack in den Strafraum. Beim zweiten Tor profitierte Köpke am zweiten Pfosten davon, dass der Ex-Nürnberger Felix Dornebusch im Braunschweiger Tor eine Flanke von Enrico Valentini unentschlossen passieren ließ.