Beim Wiedersehen mit Ex-Coach Gertjan Verbeek befindet sich der Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg gleich doppelt unter Zugzwang. "Der Ergebnisdruck ist immer da. Wir haben zusätzlich den Druck, dass wir besser spielen müssen", erklärte FCN-Coach René Weiler vor der Partie beim Tabellenführer VfL Bochum am Sonntag (13.30 Uhr). Der Schweizer hatte zuletzt mit den Fortschritten seiner Mannschaft gehadert und weiter Zeit zur Verbesserung gefordert. 


Weiler ist nicht zufrieden

Auch am Freitag bekräftigte Weiler noch einmal, nicht ganz zufrieden zu sein. "Die Entwicklung ist nicht die, die wir uns vorgestellt haben. Es ist ein Entwicklungsprozess, das habe ich immer gesagt", erklärte der Trainer. Ausgerechnet jetzt wartet Spitzenreiter Bochum, der alle drei bisherigen Saisonspiele für sich entscheiden konnte.

"Wir wissen, was uns erwartet. Bochum wird Druck erzeugen, aber wir wollen mitspielen", kündigte Weiler offensiv an. Personell muss er dabei weiter auf Neuverpflichtung László Sepsi sowie Sebastian Kerk verzichten. Nach der dürftigen Vorstellung beim 2:2 gegen den TSV 1860 München kündigte Weiler zudem an, dass "der eine oder andere  Wechsel in der Startelf" möglich sei. Vor allem die Defensive ist bei den Franken noch eine Problemzone. Bereits zehnmal musste der auch nicht fehlerfreie Keeper Thorsten Kirschbaum hinter sich greifen.


Verbeek: Hatte eine schöne Zeit beim Club

Obwohl Bochums Trainer Verbeek als Tabellenführer in die Partie gegen seinen Ex-Club geht, äußerte der Niederländer höchsten Respekt vor den Franken, bei denen er im Abstiegsjahr 2014 lange an der Seitenlinie stand. "Für mich ist klar, dass die Nürnberger den Aufstieg als Ziel haben. So haben sie eingekauft", erklärte Verbeek.
Mit dem VfL konnte er bereits im März einen 2:1-Sieg an seiner alten Wirkungsstätte feiern. Misstöne über seinen ehemaligen Verein hört man von Verbeek inzwischen aber nicht mehr: "Das ist Vergangenheit. Aber ich hatte dort eine schöne Zeit, auch wenn ich die letzten drei Spiele nicht mehr machen durfte", erinnerte er an seine Entlassung.