Mit einem überraschenden Erfolg gegen den Aufstiegskandidaten Eintracht Braunschweig hat der 1. FC Nürnberg seine Anhänger ein wenig versöhnt und Hoffnungen für die neue Saison geweckt. "Wir haben den Fans gezeigt, dass wir noch leben, und dass wir nächste Saison von Anfang an Gas geben werden", sagte der Ur-Franke Javier Pinola nach dem verdienten 3:1 (1:0) seines FCN. Damit verwehrten die Gastgeber dem Bundesliga-Absteiger zugleich die Chance, zumindest vorübergehend auf Platz vier zu springen.

Eintracht-Kapitän Ken Reichel (32. Minute) per Eigentor, Danny Blum (52.) sowie Guido Burgstaller (67.) bescherten dem Club im vorletzten Heimspiel der Saison am Sonntag den zwölften Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Für Braunschweig traf nur Emil Berggreen (68.).

Die Nürnberger verbesserten sich in der Tabelle auf Rang acht. "Unter dem Strich sind wir glücklich, dass wir eine sehr unruhige Saison vorerst beendet und nach hinten keinen Stress mehr haben", kommentierte Trainer René Weiler. "Wir wollen weiter erfolgreich sein, um so mit einem guten Gefühl in die Sommerpause zu gehen", meinte der Coach auch mit Blick auf das Derby kommenden Sonntag bei 1860 München, das allerdings ohne Burgstaller über die Bühne gehen wird: Der Offensivakteur sah seine fünfte Gelbe Karte.

Schon in der ersten Viertelstunde hätte der agile Österreicher die Gastgeber in Führung bringen können, verpasste aber erst per Kopf (11.) und dann aus acht Metern mit dem Fuß (13.). So musste eine unglückliche Aktion von Braunschweigs Reichel zum 1:0 herhalten: Der Außenverteidiger bugsierte den Ball nach einer Hereingabe von Javier Pinola ins Tor, anstatt wie gewollt zu klären. Anschließend taten sich die Nürnberger überraschend leicht. dpa