Am späten Freitagabend (25. Juli 2020) hat ein 19-Jähriger die Polizei in Nürnberg alarmiert: Er gab an, beschossen worden zu sein.

Der Vorfall ereignete sich gegen 23.15 Uhr in einem Waldstück am Weißensee. Dort fühlte sich ein 33-Jähriger von einer Gruppe gestört, die im Wald feierte. Deshalb schoss er mit einer "Präzisionsschleuder", die eine Stahlkugel abfeuerte, in deren Richtung. Dabei traf er ein Smartphone, dass der 19-Jährige gerade in der Hand hielt. Es wurde komplett zerstört. 

Festnahme in Nürnberg: Polizei findet Waffenarsenal

Glücklicherweise wurde keiner der Feiernden verletzt. Mehrere Streifen der Nürnberger Polizei eilten in das Waldstück. Der 33-Jährige wurde kurze Zeit später ermittelt und festgenommen. In seiner Wohnung fanden die Beamten 46 weitere Stahlkugeln, die benutzte Präzisionsschleuder, Betäubungsmittel, ein manipuliertes Kleinkaliber-Gewehr und eine Armbrust. Das Waffenarsenal wurde beschlagnahmt.

Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts der versuchen gefährlichen Körperverletzung, eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Sachbeschädigung ermittelt. Zudem überprüft die Polizei, ob er gegen Waffenrecht verstoßen hat. 

Am selben Abend ereignete sich in Nürnberg eine Tragödie: Ein 38-Jähriger stürzte von einem Balkon und verletzte sich schwer. Im Krankenhaus verstarb er schließlich. Das Drama ereignete sich auf einer Geburtstagsfeier.