Gegen 19:30 Uhr teilten mehrere Anrufer aus einem Anwesen in der Albertstraße mit, dass ein Bewohner andere Bewohner des Hauses bedrohe und randaliere. Außerdem drohe er einer Person mit "abstechen".

Den eintreffenden Streifen der PI Nürnberg-Ost begegnete der 31-Jährige mit einem knüppelähnlichen Gegenstand, bedrohte sie kurz damit und verschwand dann in seiner Wohnung. Durch anschließende Hintergrundermittlungen wurde bekannt, dass der Mann möglicherweise im Besitz von Schusswaffen sein könnte. Dies war Anlass für die Einsatzleitung, die Verhandlungsgruppe Mittelfranken und Spezialeinheiten zu alarmieren. Rund um das Gebäude wurde eine Absperrung errichtet, Straßen mussten zudem für den Verkehr gesperrt werden.

Mitglieder der Verhandlungsgruppe versuchten, auf den 31-Jährigen einzuwirken und ihn zur Aufgabe zu bewegen. Er zeigte sich lediglich am Fenster, in der Hand ein Messer haltend. Gegen 21:45 Uhr öffneten Spezialeinheiten die Wohnungstür und konnten den Bewohner widerstandslos festnehmen. Auch hier machte er einen psychischen ungeordneten Eindruck.

Polizeibeamte fuhren den Mann zur Dienststelle und veranlassten eine Blutentnahme. Ein zuvor durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von mehr als 1,6 Promille. Im Laufe der weiteren Amtsbehandlung ordnete die Polizei die Unterbringung in einer psychiatrischen Fachklinik an. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung wurde eingeleitet. Bei dem knüppelähnlichen Gegenstand handelte es sich um einen ca. 1,70 Meter langen Ast eines Baumes. Schusswaffen fand man in der Wohnung nicht.

Bei dem Ereignis waren rund zwei Dutzend Polizeibeamte sowie der Rettungsdienst eingesetzt. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Bert Rauenbusch/gh

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