Am Sonntagnachmittag (29.11.2022) brachten falsche Polizeibeamte einen Nürnberger Rentner um Goldmünzen mit hohem Wert. Die Kriminalpolizei ermittelt und warnt erneut vor dieser Betrugsmasche.

In den Nachmittagsstunden des vergangenen Sonntags rief eine unbekannte Täterin den Senior an, gab sich als Beamtin der Polizei Nürnberg aus und nannte ihren Namen. Die Unbekannte gab gegenüber dem Geschädigten an, dass seine Tochter bei einem Autounfall eine Frau getötet hätte. Nun müsse er Geld / Schmuck an die Hinterbliebenen übergeben, ansonsten müsste die Tochter des Geschädigten in Haft. Nachdem der Geschädigte der Anruferin Glauben schenkte, übergab er an einen weiteren Komplizen der Anruferin mehrere Goldmünzen. Diese hatten einen Wert von ca. 85.000 Euro. Der Täter konnte unerkannt flüchten.

Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Verhaltenstipps:

- Sprechen Sie mit Ihren älteren Angehörigen über Gefahren durch betrügerische Telefonanrufe.

- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie sofort auf.

- Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge / Wertgegenstände bitten oder nach Ihren Vermögensverhältnissen fragen.

- Die Polizei wird niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen fordern.

- Gehen Sie nicht auf Telefonate ein, die Sie ungewollt erhalten.

- Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

- Übergeben Sie niemals Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.

- Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Telefonanlage oder Ihres Telefonanbieters zum Sperren unliebsamer Anrufe (z.B. Verhinderung von Telefonaten aus dem Ausland).

- Ihre Telefonnummer sollte nicht in öffentlichen Verzeichnissen Stehen (z.B. dem Telefonbuch). Lassen Sie die Nummer dort löschen.

- Seien Sie aufmerksam, wenn in Ihrer Nachbarschaft ältere Menschen leben. Sprechen Sie mit ihnen über dieses Phänomen.

- Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. Scheuen Sie sich nicht davor, den Polizeinotruf unter der 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

Erstellt durch: Tobias Huthmacher / bl

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