Die unbekannten Betrüger hatten mit der üblichen Masche Erfolg: bereits am frühen Morgen rief ein Mann bei einem Senioren in Thalmässing an und gab sich als Herr Schmitt von der Kripo in Fürth aus. In der Nachbarschaft wäre es in der letzten Zeit zu Überfällen gekommen. Auch die lokalen Banken wären in kriminelle Machenschaften verwickelt und das Geld des Mannes auf den dortigen Konten nicht mehr sicher.

Der rhetorisch geschickt agierende Betrüger überzeugte den überrumpelten Senioren und veranlasste ihn seine Hausbank aufzusuchen. Dort sollte er einen hohen Geldbetrag vom Konto abheben. Sein Mobiltelefon sollte er während der Geldabholung stets angeschaltet lassen, so dass die Betrüger immer die Kontrolle über das Handeln des Geschädigten hatten.

Bei der Bank angelangt stellte sich jedoch heraus, dass diese nicht ausreichend Barbestände vor Ort hatten um einen so hohen Betrag auszuzahlen. Kurzerhand schickten die Betrüger den Geschädigten zu einer anderen Bank. Dort wies der Angestellte zwar auf einen möglichen Betrug hin - doch der Senior war bereits durch die falschen Polizeibeamten derart instruiert worden, dass er sich das Geld dennoch auszahlen ließ.

Kurze Zeit später übergab er den hohen Geldbetrag an einen Mann. Dieser trug kurze, schwarze Haare und hatte schwarze bzw. dunkle Bekleidung.

Selbst nach der Geldabholung witterten die Betrüger noch weitere Beute und ließen nicht vom Geschädigten ab. Zufällig bemerkte ein Angehöriger den Betrug und verständigte schließlich die echte Polizei.

Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen in der Sache übernommen. Gesucht werden Zeugen, die am Montag in Thalmässing eine verdächtige Person bemerkt haben. Ein Augenmerk liegt auf einem Mann, der möglicherweise ohne ersichtlichen Grund eine längere Zeit auf etwas gewartet und dabei ständig telefoniert hat. Wem ist möglicherweise ein Fahrzeug mit auswärtigen Kennzeichen aufgefallen?

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich mit dem Kriminaldauerdienst (KDD) Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 in Verbindung zu setzen.

Zur Betrugsmasche "falsche Polizeibeamte" hat das Polizeipräsidium Mittelfranken einen Videoclip erstellt. Dieser zeigt, wie die Täter vorgehen und erklärt auch, wie sich potentielle Opfer vor Betrug schützen können:

https://fb.watch/1ZK3hM3Ygi

Die Polizei bittet Angehörige und Nachbarn potentieller Opfer:

Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen / Nachbarn über die Betrugsmaschen.

Bieten Sie Ihre Hilfe bei der Löschung der Rufnummer aus dem Telefonbuch an - oft genügt hierzu eine Verständigung des jeweiligen Telefonanbieters.

Überprüfen Sie selbst, ob die Rufnummer im Internet noch in Verzeichnisdiensten zu finden ist (z.B. über eine Suche nach der Nummer in einer Suchmaschine). Die Löschung der Rufnummer aus diesen Verzeichnissen ist oft mit einer kurzen Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Firma möglich.

Wenn Sie die Telefonnummer aus dem Telefonbuch und Internetverzeichnissen löschen wollen, dann schieben Sie dieses Thema nicht auf die lange Bank.

Entsprechend den Erkenntnissen der Polizei nutzen die Betrüger gezielt Telefonbücher und Internetverzeichnisse, um an die Rufnummern potentieller Geschädigter zu gelangen.

Stefan Bauer / tb

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Sonntag 11:00 bis 14:00 Uhr Telefon: +49 (0)911 2112 1030 Telefax: +49 (0)911 2112 1025

Außerhalb der Bürozeiten: Telefon: +49 (0)911 2112 1553 Telefax: +49 (0)911 2112 1525

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Internet: http://ots.de/P4TQ8h

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