Wie die Deutsche Presseagentur berichtete, forderte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) am Mittwoch, dem 29. Mai, bei einer Pressekonferenz in München ein härteres Vorgehen gegen Gaffer. Das Handy als "Tatwerkzeug" solle Autofahrern weggenommen werden, die schwere Unfälle filmen oder fotografieren, verlangt der Bayerische Landesvorsitzende der Gewerkschaft, Rainer Nachtigall. "Das würde einen nachhaltigen Eindruck auf die Täter und potenzielle Nachahmer haben."

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Außerdem müsse das Fotografieren von Toten unter Strafe gestellt werden. Bisher könne laut Paragraf 201a des Strafgesetzbuches (StGB) nur das Ablichten von lebenden Unfallopfern bestraft werden. Es sei aber wichtig, "dass auch Verstorbene geschützt werden", heißt es bei der Pressekonferenz. Die Gewerkschaft forderte, einen entsprechenden Gesetzentwurf, der bereits 2018 in den Bundesrat eingebracht worden sei, in die Tat umzusetzen.

Stefan Pfeiffer von Medienhype sogar etwas geschockt

An der Pressekonferenz in München nahm auch der Autobahnpolizist Stefan Pfeiffer teil. In der vergangenen Woche war er bundesweit bekannt geworden, weil ihm nach einem tödlichen Unfall auf der Autobahn 6 der Kragen platzte, als Gaffer ihr Handy zückten und den Unfallort filmten. Wütend und aufgebracht zog er Fahrer aus ihren Autos und Transportern und fragte sie, ob sie die Leiche sehen wollten.

Der Medienhype sei regelrecht über ihn hereingebrochen, habe ihn sogar "etwas geschockt", sagte der 54-Jährige. "Denn das ist nichts Neues. Sie können diese Situation tagtäglich erleben." An alle Autofahrer, die Zeuge eines Unfalls werden, appellierte er, an die Opfer und ihre Angehörigen zu denken, bevor sie das Handy zückten, berichtete die dpa. "Macht Euch klar:  Das ist kein Spiel da draußen. Das ist bittere Realität."