Der Stadtrat hat am heutigen Mittwoch, 18. Mai 2022, mit Mehrheit eine Bewerbung der Stadt Nürnberg für die Landesgartenschau 2030 beschlossen. Das teilt die Stadt Nürnberg mit. Nürnberg bewerbe sich für das 50. Jubiläum der bayerischen Landesgartenschau mit einer Urbanen Gartenschau (UGS). Im Mittelpunkt stehe nicht nur die Aufwertung des Stadtgrabens mit einer Erweiterung der bestehenden Nutzungen, so die Stadt Nürnberg.

Der Raum an der Stadtmauer solle "durchgängig erlebbar werden und dauerhaft mehr Aufenthaltsqualität 
für die Bürgerinnen und Bürger erhalten". Darüber hinaus werde die Gartenschau in die Altstadt und in die umliegenden Stadtteile ausstrahlen, erhofft man sich im Rathaus. Hierzu sollen sieben Plätze und Straßenräume in und außerhalb der 
Altstadt umgestaltet werden, heißt es.

"Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte auch für unsere Stadtgesellschaft. Daher wird er zur thematischen Klammer für alle Maßnahmen. Wir verbinden bei der Urbanen Gartenschau Stadtentwicklung mit der Mobilitätswende, Inklusion mit urbaner Umweltentwicklung", so OB Marcus König (CSU). 

Die Stadt Nürnberg muss ihre Bewerbung bis zum 27. Mai 2022 bei der bayerischen Landesgartenschau GmbH abgegeben haben. Noch im Juli finde dann eine Begutachtung vor Ort durch eine Jury statt. Gut ein Dutzend Bewerbungen von Kommunen gebe es. Die 50. Gartenschau finde von April bis Oktober 2030 statt.

Für diesen Zeitraum sei geplant, zwei Teile des Grabens – vom Hauptbahnhof bis zum Plärrer und nordwestlich unterhalb der Burg – als Ausstellungsfläche zu nutzen. In diesen beiden Teilen sei vorgesehen, während der Urbanen Gartenschau Eintritt für die Ausstellungen zu verlangen. Dies diene auch als Teil einer Refinanzierung der UGS.

Sieben Plätze und Straßenräume in und außerhalb der Altstadt sollen im Rahmen der Gartenschau umgestaltet werden. In der Altstadt seien das die Grasersgasse, die Insel Schütt und der Theresienplatz mit der Perspektive Egidienberg auf Vorschlag des Bürgervereins Altstadt.

Die vier Himmelsrichtungs-Projekte seien:

  • das Maxtor als Vorschlag des Vorstadtvereins Nord,
  • der Keßlerplatz im Osten,
  • der vom Bürgerverein Süd vorgeschlagene Südstadtpark als Auftakt der „Südstadt.Klima.Meile“ über Karl-Bröger-Straße bis zum Kopernikusplatz
  • und im Westen der „JohannisBoulevard“, eine Idee des Bürgervereins St. Johannis.