Am Dienstag (16. Februar 2021) hat die Nürnberger Bundespolizei einen 33-Jährigen hinter Gitter gebracht. Der Mann hatte zuvor im Nürnberger Hauptbahnhof einen Polizeibeamten angegriffen und diesem mehrfach gegen die Brust und in den Unterleib getreten.

Zuvor hatten Beamte der Bundespolizeiinspektion Nürnberg ein herrenloses Gepäckstück im Untergeschoss des Nürnberger Hauptbahnhofes entdeckt. Die Beamten sperrten die Fundstelle ab und veranlassten eine Durchsage nach dem Besitzer der Tasche.

Polizei findet Gepäckstück - 33-Jähriger wird aggressiv und tritt Beamten

Wie die Polizeiinspektion Nürnberg mitteilt, kam daraufhin ein 33-jähriger Mann auf die Beamten zu und erklärte, dass es sich um sein Gepäck handele. Die Feststellung seiner Personalien verweigerte er allerdings mit den Worten: "I don´t know my name."

Nachdem ihm die Beamten erklärt hatten, dass der Mann ihnen zur Dienststelle folgen müsse, eskalierte die Situation: Er riss sich seinen Mund-Nasen-Schutz vom Gesicht und griff mit erhobener Faust einen der drei Polizisten an. 

Zu dritt konnten sie den Mann überwältigen, zu Boden bringen und trotz dessen heftiger Gegenwehr fesseln. Als sich der 33-Jährige wieder auf seinen Beinen befand, trat er einem der Beamten mehrfach gezielt gegen den Brustkorb und in den Unterleib. Erst der Einsatz von Pfefferspray stoppte ihn.

Ermittlungsrichter ordnet Untersuchungshaft an

Bei dem Vorfall erlitt der angegriffene 27-jährige Polizeikommissar zwar Prellungen am Rumpf, dennoch konnte er seinen Dienst fortsetzen. 

Gegen den 33-Jährigen leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Bedrohung ein. Gegen den Mann wurde noch am selben Tag von einem Ermittlungsrichter Untersuchungshaft angeordnet. 

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