Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase (THG) habe sich in der Stadt Nürnberg weiter verringert. "Mit einem Rückgang von 44,9 Prozent (ohne Corona-Effekt: 41,7 Prozent) der Emission bei Treibhausgasen in Bezug auf 1990 wurde 2020 das 40-Prozent-Reduktionsziel der Stadt Nürnberg erreicht und sogar leicht übertroffen", erklärt die Stadt Nürnberg.

Auch der Endenergieverbrauch sei in Nürnberg bis 2019 bezogen auf 1990 um etwa ein Fünftel zurückgegangen. 2020 lag der Verbrauch demnach sogar um fast ein Viertel unter dem Wert von 1990. "Dies gelang vor allem durch Effizienzsteigerungen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung", so die Sicht der Stadt.

So das Ergebnis der Endenergie- und Treibhausgasbilanzierung für das Stadtgebiet Nürnberg für die Jahre 2019 und 2020, das Nürnbergs Umwelt- und Gesundheitsreferentin Britta Walthelm am Mittwoch, 18. Mai 2022, im Stadtrat vorstellte. Der Bericht der Endenergie- und Treibhausgasbilanz weise erstmals das sogenannte CO2-Budget für Nürnberg aus.

Nürnberg muss demnach mit einem Emissionsbudget von 23 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2)
auskommen. Dieses Restbudget leite sich aus dem Anteil der Nürnberger Einwohnerzahl bezogen auf die gesamte Bevölkerung in Deutschland und dem allen zur Verfügung stehenden nationalen CO2-Restbudget ab.

"Unsere Zahlen der Vergangenheit zeigen, dass substantielle Einsparungen auch bei Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum möglich sind. Das aktuelle Tempo der Treibhausgasreduzierung reicht aber definitiv nicht aus, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. In der laufenden Stadtratsperiode wurden viele wichtige klimarelevante Beschlüsse gefasst, ein Umsteuern ist erkennbar", so Walthelm. 

"Als konkrete nächste Schritte dazu beschloss der Stadtrat dafür in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch die Einrichtung eines Klimabeirats sowie die Auf- und Umsetzung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts", so die Stadt. 

Bei der Endenergie- und Treibhausgasbilanz handle sich um eine Fortschreibung, die im Auftrag der Stadt von der Energieagentur Nordbayern GmbH erstellt worden sei. Die Bilanz enthalte "detaillierte Ergebnisse zum Energieverbrauch und THG-Ausstoß der privaten Haushalte, für Handel und Gewerbe sowie für den Verkehrssektor". 

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