Zwei Teenager beschäftigten am Montagabend (14. Juni) die Bundespolizei in Nürnberg. Der Zugbegleiter des ICE 683 von Würzburg nach Nürnberg stellte im Zug zwei 14-Jährige ohne Fahrkarte fest, wie die Bundespolizei Nürnberg mitteilt.

Zur Feststellung der Personalien forderte der Zugbegleiter telefonisch für den Halt im Nürnberger Hauptbahnhof die Bundespolizei an. Wenig später meldete sich der Schaffner nochmals bei der Bundespolizeiinspektion Nürnberg und teilte mit, dass sich die beiden Jugendlichen zunehmend ungebührlich verhielten und in aggressiver Weise gegenüber dem Zugpersonal auftreten würden.

Teenager randalieren im ICE - sie bedrohen und beleidigen Zugpersonal

Einer der Jugendlichen soll dem Zugbegleiter ein Küchenmesser vor die Brust gehalten und mit dem Messer wilde Bewegungen ausgeführt haben. Weiterhin stach er mehrfach auf eine Toilettentüre ein.

Etwa 20 Minuten vor Ankunft des ICE in Nürnberg ging bei der Nürnberger Bundespolizei ein weiterer Anruf ein. Der Anrufer gab sich als Zugbegleiter des ICE aus und sagte, dass die Bundespolizei bei der Ankunft in Nürnberg nicht mehr benötigt werde. Dem Beamten in der Leitstelle, der bereits die beiden vorhergehenden Anrufe aus dem Zug entgegengenommen hatte, kam dies seltsam vor, zumal sich auch die Stimmen der Anrufer deutlich unterschieden. Durch eine Kontaktaufnahme mit dem „ersten“ Zugbegleiter wurde bekannt, dass es sich bei dem dritten Anruf um einen Fake-Anruf der Jugendlichen handelte. 

Bei der Ankunft des ICE im Nürnberger Hauptbahnhof warteten bereits acht Bundespolizisten auf die Jugendlichen. Bei der Durchsuchung der beiden konnte das Küchenmesser aufgefunden werden. Eine weitere Zugbegleiterin schilderte, dass sie von den beiden 14-Jährigen aufs Gröbste beleidigt wurde und die Jugendlichen im Zug geraucht hätten.

Die Bundespolizei leitete gegen die beiden aus Stuttgart beziehungsweise Kassel stammenden polizeibekannten Jugendlichen Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Beleidigung, Sachbeschädigung und Erschleichen von Leistungen ein. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurden sie an eine Nürnberger Jugendschutzstelle übergeben.

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