Der Stand der Planungen im Bereich Großreuth sowie die weitere planungsrechtliche und zeitliche Vorgehensweise waren Thema im Stadtplanungsausschuss am gestrigen Donnerstag, 17. März 2022, informiert die Stadt Nürnberg.

Durch die Verlegung der Kfz-Zulassungsstelle an den Rathenauplatz und der teilweisen Verlagerung von Betriebsteilen des Servicebetriebs Öffentlicher Raum (Sör) entstehe in Großreuth ein "stadteigenes Flächenpotenzial von etwa 40.000 Quadratmetern".

Für diesen Bereich seien im Mai 2017 im Zuge der agrarstrukturellen Untersuchungen zum Knoblauchsland die Änderungen des 20. Flächennutzungsplans vom Stadtrat eingeleitet worden. Der Änderungsbereich umfasse die genannten städtischen Gemeinbedarfsflächen und westlich angrenzende Bereiche, die bislang zum Großteil noch landwirtschaftlich genutzt werden sowie den zentral verlaufenden Wetzendorfer Landgraben.

Die Untersuchungen hätten ergeben, dass sich die bisher landwirtschaftlichen Flächen für zukünftige Siedlungen eignen. „Ziel ist es, Wohn- und Mischbauflächen zu schaffen, entlang des Wetzendorfer Landgrabens großzügige Grünflächen zu gestalten und den Freiraum nach Osten und in Nord-Süd-Richtung fortzusetzen".

Es solle eine "Verbindung zwischen der urbanen Außenstadt mit der Kulturlandschaft des Knoblauchslands und der Erholungslandschaft des Marienbergparks entstehen", erläutert Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. Der Planungsbeginn erfolge, sobald die neue Sör-Zentrale am Pferdemarkt steht und die Eigentümer der weiteren Grundstücke im Areal bauwillig seien.