Nachdem bei Happurg eine Ente mit Geflügelpest gefunden wurde, hat das Landratsamt Nürnberger Land bereits im November eine Allgemeinverfügung erlassen. Durch diese müssen Geflügelhalter*innen besondere Vorkehrungen zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel treffen. Die bestehenden Maßnahmen müssen nun weiter verstärkt werden, teilt das Landratsamt Nürnberger Land mit.

Zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel vor der Geflügelpest hat das Bayerische Umweltministerium nach einer zentralen Risikobewertung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit weitere bayernweit einheitliche Maßnahmen angeordnet. Die zugrundeliegende Allgemeinverfügung tritt mit Bekanntgabe im Amtsblatt Nr. 50 am Freitag, 10. Dezember im Nürnberger Land in Kraft.

Neben den verstärkten Biosicherheitsmaßnahmen aus der Allgemeinverfügung vom 11. November gilt nun zur Vorbeugung einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest ein Verbot von Geflügelausstellungen und –märkten, ausgenommen Tauben.

Darüber hinaus dürfen Wildvögel (wie Hühner-, Gänse- und Greifvögel sowie Eulen, Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige oder Schreitvögel) nicht mehr gefüttert werden und es besteht eine Untersuchungspflicht bei Händler*innen, die Tiere im Rahmen des mobilen Handels abgeben. In diesem Zuge bittet das Veterinäramt im Landkreis ansässige Geflügelhändler*innen, welche Geflügel mobil handeln, sich unbedingt per E-Mail an veterinäramt@nuernberger-land.de zu melden.

Geflügelhalter*innen, die in der Nähe von Gewässern (unabhängig von Größe und Art des Gewässers) ansässig sind, sollten die Ausläufe zusätzlich mit engmaschigen Netzen überspannen. Diese Maßnahmen sind wichtig, um den Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel zu vermeiden. Damit wird die Einschleppung der Geflügelpest in die Geflügelhaltung verhindert.

Informationen und die Allgemeinverfügung finden Geflügelhalter*innen auf der Homepage des Landratsamts unter dem Stichwort "Informationen für Geflügelhaltung“. Dort finden sich aktuelle Links mit Infos rund um die Geflügelpest.

Für den Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Tote Vögel sollten dennoch nicht direkt angefasst werden, da auch andere Krankheiten übertragen werden können. Sollte es sich um einen toten Hühner- beziehungsweise Wasservogel oder Greifvogel handeln, sollte möglichst das Veterinäramt über veterinäramt@nuernberger-land.de informiert werden. Dies gilt auch, wenn mehrere Vögel an einem Fundort verendet sind.