Am Montag, 3. Mai 2021, startet die Online-Beteiligung in Nürnberg für neue Radständer in den Gebieten Gostenhof und Rosenau. Es wurden viele neue Standorte für Radständer geprüft, die auf der städtischen Plattform www.onlinebeteiligung.nuernberg.de eingesehen werden können. Das teilt die Stadt Nürnberg mit. 

Interessierte können bis Montag, 31. Mai 2021, die Vorschläge kommentieren und zusätzliche Standortwünsche in einer interaktiven Karte eintragen. Dieses Jahr ist es zum ersten Mal auch möglich, konkreten Bedarf an Abstellanlagen für Lastenräder zu nennen. Wie die aktuelle Bestandsanalyse, bei der alle Abstellanlagen und Fahrräder in Gostenhof und Rosenau erfasst wurden, zeigt, gibt es Bereiche mit besonderen Defiziten. Insgesamt stehen rund 950 Radständer in diesem Gebiet zur Verfügung, die sehr gut ausgelastet sind. Dem gegenüber wurden knapp 650 Fahrräder im öffentlichen Raum gezählt, für die keine Radständer zur Verfügung stehen.

Wo sollen Nürnbergs neue Radständer entstehen?

Um die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu verbessern, hat die Stadt Nürnberg im Zuge der Radverkehrskampagne „Nürnberg steigt auf“ das Projekt Radständer für die Stadtteile gestartet. Nachdem das Projekt bereits erfolgreich unter anderem in der Südstadt, Altstadt und Nordstadt durchgeführt wurde, geht das Projekt in Gostenhof und Rosenau in die
sechste Runde. Auch hier sollen, wo Bedarf hierfür besteht, systematisch Radständer aufgestellt werden. Das Besondere an dem Projekt ist die Beteiligungsmöglichkeit für Bürgerinnen und Bürger.

Durch diese Beteiligungsform hätten die Bürgerinnen und Bürger in den vorangegangenen Projekten einen erkennbaren Einfluss darauf ausgeübt, wo wie viele Radständer in ihrem Stadtteil aufgebaut wurden. 2016 hat die Stadt Nürnberg bereits den deutschen Fahrradpreis in der  Kategorie Infrastruktur für dieses Projekt gewonnen. Neben der Schaffung von sicheren Abstellmöglichkeiten "profitieren insbesondere zu Fuß Gehende von diesem Projekt, da Fahrräder dann nicht mehr so häufig entlang der Häuserfronten auf Gehwegen oder rund um Baumscheiben abgestellt werden und somit die Gehwege einengen", heißt es.

Mit den Radständern könne das illegale Parken auf Gehwegen oder in Fünf-Meter-Bereichen unterbunden werden, wo dies räumlich möglich ist und sonst Pfosten gesetzt werden müssten. „Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein in der Radverkehrsförderung und ein Beitrag zur Umsetzung des Masterplans nachhaltige Mobilität, mit der Nürnberg die Verkehrswende forciert“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.