Um die Verkehrsteilnehmer mit Nachdruck für das Risiko von Trunkenheits- und Drogenfahrten zu sensibilisieren, zieht das Polizeipräsidium für den Zeitraum einer Woche (03.06.2022 bis 09.06.2022) Bilanz über die Fallzahlen im Zusammenhang mit diesen Delikten. Insgesamt brachten die Polizeibeamten laut Pressemitteilung in ganz Mittelfranken in der vergangenen Woche 208 Fälle zur Anzeige. Mehr als die Hälfte der Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss entfielen hierbei auf das verlängerte Pfingstwochenende (04.06.2022 bis 06.06.2022).

Unter der Gesamtzahl finden sich auch acht Verkehrsunfälle wieder, bei welchen die Unfallursache auf vorherigen Alkoholkonsum zurückzuführen sein dürfte. In zwei Fällen wiesen die betroffenen Fahrer eine besonders hohe Alkoholisierung auf. 

Zwei Verkehrsunfälle mit über zwei Promille

Am frühen Montagabend (06.06.2022) kam es in Nürnberg zu einem Zusammenstoß zweier Fahrzeuge. Ein 61-Jähriger hatte mit seinem Fahrzeug die Vorfahrt missachtet und stieß mit einem anderen Auto zusammen. Ein von der Polizei beim Unfallverursacher durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 2,7 Promille. Die Beteiligten blieben glücklicherweise unverletzt. Es stellte sich außerdem heraus, dass der 61-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

Am Samstagabend (07.06.2022) ereignete sich in Erlangen ein weiterer Alkoholunfall. Auch hier stellten die Beamten beim Unfallverursacher anhand eines Atemalkoholtests einen Atemalkoholwert von knapp 2,3 Promille fest. Der 30-Jährige war in Richtung A73 unterwegs, als er in einer Kurve die Kontrolle über seinen Wagen verlor und mit der Mittelschutzplanke kollidierte.  In der Folge schleuderte das Fahrzeug über die Fahrbahn an die Außenschutzplanke, bevor es zum Stehen kam. Es entstand ein erheblicher Schaden an Auto und den Schutzplanken. Der Führerschein des Fahrers wurde noch vor Ort sichergestellt.

Sowohl gegen den 30-Jährigen als auch gegen den 61-Jährigen leiteten die jeweiligen Beamten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ein.

Polizei appelliert: "Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stellt eine erhebliche Gefahr dar"

Des Weiteren verzeichnete das Polizeipräsidium Mittelfranken vergangene Woche auch 81 sogenannte folgenlose Trunkenheitsfahrten, bei welchen die jeweiligen Fahrzeugführer einen Atemalkoholwert von über 1,1 Promille aufwiesen. Zusätzlich registrierten die Beamten knapp 120 Fälle, in denen sich die jeweiligen Fahrer wegen diverser Ordnungswidrigkeiten (Fahren unter Drogeneinfluss, Verstöße gegen die 0,5 Promille-Grenze, absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger) verantworten müssen.

Mit dieser Bilanz will das Polizeipräsidium Mittelfranken erneut an das Verantwortungsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu appellieren. Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stellt eine erhebliche Gefahr für die Fahrer selbst, als auch für andere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer dar.

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Vorschaubild: © Christopher Schulz (Symbolbild)