Am frühen Montagabend (9. Mai 2022) forderte eine Zugbegleiterin des ICE 603 im Nürnberger Hauptbahnhof die Bundespolizei an, um den Fahrtausschluss eines Reisenden durchzusetzen. Der Fahrgast hatte sich beharrlich geweigert, die in Zügen vorgeschriebenen FFP2-Maske zu tragen, berichtet die Polizei

Nur widerwillig kam der Maskenverweigerer dem Platzverweis der Polizeibeamten nach. Bei der anschließenden Identitätsfeststellung und fahndungsmäßigen Überprüfung stellte sich heraus, dass der 31-Jährige mit Haftbefehl gesucht wurde, da er eine 65-tägige Freiheitsstrafe zu verbüßen hatte. 

Die Beamten erklärten dem Mann die Verhaftung und verbrachten ihn zur nahegelegenen Bundespolizeiinspektion. Beim Betreten des Gebäudes schlug er plötzlich nach einem 53-jährigen Polizeibeamten und wehrte er sich heftigst gegen die Verhaftung. Erst nach dem Einsatz von Pfefferspray konnte der 31-Jährige überwältigt und in den Gewahrsamsraum gebracht werden, teilt die Polizei weiter mit. Ein 29-jähriger Beamter erlitt dabei Schürfwunden, war aber weiterhin dienstfähig. 

Der Verhaftete wird am Dienstag (10. Mai 2022) in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Bundespolizei eröffnete gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung. Weiterhin wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht in Zügen eingeleitet.