Auf dem Grundschulgelände Eibach entstehen umfangreiche Neubauten, um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen und den Betreuungsbedarf zu decken. Das städtische Hochbauamt errichtet auf dem über 27.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Ahornstraße und Fürreuthweg ein neues Grundschulgebäude und einen Hort. Wie die Stadt Nürnberg berichtet, sei der Schulneubau geplant als eine 3,5-zügige Grundschule mit sechs Diagnose-und Förderklassen sowie 150 Ganztagsplätzen als Kombieinrichtung.

Als Kombieinrichtung bezeichnet man die synergetische Nutzung von Schulräumen am Nachmittag für den Hortbetrieb. Die Plätze der neuen Kombieinrichtung decken den Betreuungsbedarf jedoch nicht allein. Deshalb entsteht parallel ein fünfgruppiger, inklusiver Hort für 75 Kinder der Grundschule sowie 36 Kinder der Diagnose- und Förderklassen.

Durch das gemeinsame Hortangebot für Kinder der Regelschule und der Diagnose- und Förderklassen am Campus entsteht ein neues inklusives Angebot. Ebenso wird im Hortneubau zukünftig auch die Erziehungsberatungsstelle ihren Platz finden und dadurch barrierefrei erreichbar sein.

„Die Stadt Nürnberg zeigt mit diesem Projekt, dass Schule, Bildung und Betreuung auch in Zeiten eines angespannten Haushalts eine hohe Priorität haben. Gleichzeitig entwickeln wir inklusive Angebote weiter, die dann allen Kindern zugutekommen. Die Stadt Nürnberg geht bei Bildung und Inklusion weiter voran“, betont Oberbürgermeister Marcus König.

„Sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung des Baustellenbetriebs wird in Abstimmung mit den Beteiligten vor Ort stets großer Wert auf einen möglichst störungsfreien Schulbetrieb gelegt. Der bisherige 1970er-Jahre-Schulbau wird nach der Inbetriebnahme des Neubaus und des Umzugs voraussichtlich im Oktober 2025 abgebrochen. Danach werden der Schulhof, der Allwetterplatz und die südlichen Stellplätze errichtet“, erklärt Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.

Im Zuge der Vorbereitungen durch das Hochbauamt wurde bereits in den Sommerferien 2022 südlich des bestehenden Schulhauses ein Interims-Pausenhof zur Nutzung während der Abbrucharbeiten gebaut.

„Wir als Stadt Nürnberg schaffen mit dem Neubau mehr Raum für die Bildung und Betreuung der Grundschulkinder im Stadtteil. Außerdem ermöglicht die räumliche Nähe der Schulen perspektivisch die Chance für pädagogische Konzepte, die kooperativ oder inklusiv gestaltet werden können, nicht nur nach dem Motto ‚kurze Beine kurze Wege, sondern auch: gemeinsam zusammen – gemeinsam miteinander‘“, so Schulreferentin Cornelia Trinkl.

Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales, betont: „Durch den Neubau von Grundschule und Hort in Eibach schaffen wir nicht nur ausreichend Plätze, um den Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung für alle Kinder im Grundschulalter ab 2026 Zug um Zug zu erfüllen, sondern wir kommen auch unserem Ziel der inklusiven Bildung einen großen Schritt näher. Das Hortgebäude mit seiner inneren Struktur ermöglicht eine gute inklusive Pädagogik, von der alle Kinder profitieren.“

Die Gesamtinvestitionssumme für die beiden Bauprojekte beträgt rund 45 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahmen mit rund 14,4 Millionen Euro.

Dieses Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, Nürnberg schrittweise inklusiver zu gestalten. Es ist Teil des Nürnberger Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Den Ersten Aktionsplan hat der Nürnberger Stadtrat im Dezember 2021 einstimmig beschlossen. Um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in Nürnberg zu verwirklichen, wurden und werden umfangreiche Maßnahmen (inklusion.nuernberg.de) entwickelt und umgesetzt.