Am frühen Sonntagmorgen (2. August 2020) verübten Unbekannte im Nürnberger Stadtteil Ludwigsfeld einen Brandanschlag auf die Bundesagentur für Arbeit. Die Polizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Update vom 11.08.2020: Nach Brandanschlag auf Bundesagentur für Arbeit: Kripo sucht Zeugen

Nach jetzigem Erkenntnisstand platzierten zwei unbekannte Personen zwischen 3 und 6 Uhr am Sonntagmorgen (2. August 2020) einen Brandsatz am Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in der Regensburger Straße. Laut Polizei kam es lediglich durch glückliche Umstände "nicht zu einem Inbrandsetzen". Das Staatsschutzkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat inzwischen Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung eingeleitet.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die am 2. August im oben genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben. "Wer hat insbesondere zwei Personen bemerkt, die trotz der Hitze am Tattag dunkle lange Hosen trugen und mit Rucksäcken unterwegs waren?", fragen die Ermittler. Bei einer der beiden Personen handelte es sich möglicherweise um eine Frau mit Brille. Diese Person hatte die Haare auf dem Kopf zusammengebunden ("Dutt") und eine Jacke umgehängt.

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0911 / 2112 - 3333 mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken in Verbindung zu setzen.

Aufseiten der Justiz hat die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) der Generalstaatsanwaltschaft München das Verfahren übernommen.

Erstmeldung vom 07.08.2020: Brandsätze in Nürnberg gefunden: Ermittlungen nach Anschlag auf Bundesagentur für Arbeit

Ermittlungen wegen Anschlags auf Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg: Wegen eines Anschlags auf die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg ermittelt die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.

Es laufe ein Verfahren wegen versuchter Brandstiftung und versuchter Sachbeschädigung gegen unbekannt, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München am Freitag (7. August 2020) mit. 

Brandsätze vor Bundesagentur zünden nicht

Zunächst hatte die «Süddeutsche Zeitung» berichtet. Nach Informationen der Zeitung waren am vergangenen Sonntag an der Nürnberger Bundesagentur zwei Brandsätze gefunden worden, die nicht zündeten. Verletzt wurde demnach niemand.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wird derzeit ein Bekennerschreiben auf Echtheit überprüft. Details dazu wollte der Sprecher mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht nennen.

Die Arbeitslosenzahlen aus dem Monat Juli zeigen: Der Corona-Schock ist noch nicht vorbei - im Gegenteil: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Arbeitslosenzahlen in einigen fränkischen Regionen massiv an.