Die NürnbergMesse hat in diesem Jahr einen Umsatzrekord knapp verfehlt. Geschäftsführer Peter Ottmann bezeichnete 2014 am Freitag dennoch als "großartiges Jahr". Schließlich hatte eine wichtige Messe diesmal ausgesetzt und so einen neuen Höchstwert bei den Erlösen verhindert. Doch die anderen Veranstaltungen kompensierten den Ausfall der Einnahmen fast vollständig. "21 unserer 36 Messen haben dieses Jahr einen Flächenrekord verzeichnet", berichtete Ottmann zufrieden.

Der Gesamtumsatz werde deshalb bei rund 230 Millionen Euro liegen. Im turnusgemäß vergleichbaren Jahr 2012 - zugleich das bisherige Spitzenjahr - waren es 236 Millionen Euro.
Im Gegensatz zu damals wird der Gewinn heuer allerdings nicht zweistellig sein.

Besonders erfreut zeigte sich Co-Geschäftsführer Roland Fleck über die Internationalität der Branchenschauen: "Wenn Sie sich die Fachmessen am Standort Nürnberg anschauen, war der Anteil ausländischer Besucher und der Anteil ausländischer Aussteller nie so hoch wie heute." Die NürnbergMesse hat zudem fünf Auslandstöchter; das Auslandsgeschäft steuert rund zehn Prozent des Umsatzes bei.

2015 - wie immer finden in ungeraden Jahren weniger Veranstaltungen statt - will das Management 190 bis 200 Millionen Euro erlösen. Das angestrebte Ziel, bis 2020 unter die Top 10 der Messegesellschaften weltweit und die Top 5 in Deutschland aufzusteigen, wird "mit organischem Wachstum allein nicht zu schaffen sein", sagte Ottmann. Das Unternehmen mit weltweit knapp 600 Mitarbeitern prüfe daher ständig die Möglichkeit weiterer Zukäufe.