Raub und Überfall in Nürnberg: Mittwochnacht (25.08.2021) überfiel ein 34-Jähriger in der Nürnberger Innenstadt zunächst zwei Passanten und bedrohte anschließend Polizeibeamte mit einer Schusswaffe.

Die Staatsanwaltschaft stellt nun Haftantrag, wie die Polizei Mittelfranken mitteilt.

34-Jähriger überfällt und bedroht Passanten in Nürnberg

Ein 34-Jähriger soll in der Ludwigstraße von einer Frau (38) und einem Mann (45) Zigaretten gefordert haben. Als diese seiner Forderung nicht nachkamen, soll er eine Schusswaffe gezogen und sie damit bedroht haben. Nachdem der 34-Jährige den beiden eine Zigarette weggenommen hatte, ging er weiter in Richtung Ottostraße. Hierbei soll er einen bislang unbekannten Geschädigten verfolgt und ebenfalls mit der Waffe bedroht haben. Der unbekannte Geschädigte konnte offenbar flüchten.

Im weiteren Verlauf versuchte der 34-Jährige noch in eine Bar in der Ottostraße zu gelangen. Da sich die Gäste und die Angestellten nach einer entsprechenden Warnung durch Passanten in der Bar eingeschlossen hatten, konnte der Mann nicht in das Gebäude vordringen.

Polizeibeamte erkannten den 34-Jährigen schließlich im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung. Bei der Ansprache des Tatverdächtigten zielte dieser mit seiner Waffe auf die Beamten. Nach Androhung des Schusswaffengebrauchs legte er die Waffe ab und konnte von den Polizeibeamten festgenommen werden.

Schusswaffe stellt sich als täuschend echt aussehende Soft-Air-Waffe heraus

Eine Überprüfung der Schusswaffe ergab, dass es sich dabei um eine täuschend echt aussehende Soft-Air-Waffe handelte. Diese wurde sichergestellt. Das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei ermittelt nun gegen den 34-Jährigen wegen des Verdachts eines schweren Raubes und einer Bedrohung. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ordnete die Vorführung beim Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage an.

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei nach dem bislang unbekannten Geschädigten, der von dem Tatverdächtigen ebenfalls mit der Waffe bedroht worden sein soll. Die Person wird gebeten, sich dringend mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 / 2112-3333 in Verbindung zu setzen.

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