Am heutigen Freitagnachmittag (24. Juni) ereignete sich ein größerer Polizeieinsatz im Bereich der Nürnberger Lorenzkirche. Passanten hatten dort zuvor einen Mann mit einer Schusswaffe gesehen, berichtete die Polizei Mittelfranken.

Gegen 14.15 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken eine Mitteilung ein, wonach sich ein Mann mit einer Schusswaffe im Bereich der Lorenzkirche aufhalten soll. Der Mann soll sich zusammen mit einer Frau auf einer Parkbank einer Grünfläche in der Pfarrgasse befinden und dort mit einer Pistole hantiert haben.

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Um eine mögliche Gefahr für die Bevölkerung auszuschließen, wurde eine Vielzahl von Einsatzkräften, unter anderem das Unterstützungskommando (USK), alarmiert und der Bereich der Grünfläche großräumig abgesperrt und gesichert.

Gegen 15 Uhr sprachen Einsatzkräfte das Pärchen unter Einhaltung der Eigensicherung mit gezogenen Dienstwaffen an und fesselten beide Personen. Im weiteren Verlauf konnten die Beamten die mutmaßliche Schusswaffe auffinden. "Hierbei hat sich herausgestellt, dass es sich um eine frisch gekaufte Faschingspistole handelte", sagt Michael Petzold, Sprecher der Polizei Mittelfranken gegenüber News5.

Der 25-jährige Mann erlitt während der polizeilichen Maßnahmen eine Panikattacke und wurde vor Ort durch Mitarbeiter des Rettungsdienstes medizinisch versorgt. Das Pärchen konnte nach erfolgter Behandlung des Mannes den Weg fortsetzen. Strafbare Handlungen waren nicht feststellbar. Der Polizeieinsatz war gegen 15.30 Uhr beendet.