Nürnberg
Corona-Virus

In Nürnberg: Impfaktionen für Menschen in sozial angespannten Lebenssituationen

In Nürnberg können sich bei zwei Impfaktionen Menschen die Corona-Impfung erhalten, die keinen Wohnsitz haben, sich mit der Sprache oder Online-Terminvergabe schwertun.
Nürnberg: Impfaktion für Menschen in sozial angespannten Situationen
In Nürnberg Impfaktion der NOA im Südstadtforum 22.12.2021 Foto: Giulia Iannicelli/Stadt Nürnberg Foto: Giulia Iannicelli /Stadt Nürnberg

In den Tagen vor Weihnachten wurden bei zwei Aktionen in Nürnberg erneut Personen geimpft, die keinen festen Wohnsitz haben oder sich mit der deutschen Sprache und der Online-Terminvergabe schwertun, teilt die Stadt Nürnberg mit. Wohnungslose Menschen oder in besonders belasteten Lebenssituationen mit Impfangeboten zu erreichen, ist ein erklärtes Ziel der Stadt Nürnberg.

Die städtische Beschäftigungsgesellschaft NorisArbeit gGmbH (NOA) bot am Standort Siebenkeesstraße im Südstadtforum am Mittwoch, 22. Dezember 2021, ganztägig Impfungen an – die siebte Aktion dieser Art in Kooperation mit dem städtischen Impfzentrum. Zielgruppe waren insbesondere Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Qualifizierungs-, Sprach- und Beschäftigungsangeboten der NOA sowie deren Angehörige, Beschäftigte und Personen aus der Nachbarschaft.

„Jede einzelne Impfung schützt die Gesundheit und hilft, die Pandemie zu bekämpfen, wir wollen ja alle da raus“, beschreibt Sebastian Distler, stellvertretender Geschäftsführer, die Motivation der NOA. „Uns ist es eine Herzensangelegenheit, vor allem sozial benachteiligten Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern zu einer Schutzimpfung zu verhelfen.“

Dies gelinge den Mitarbeitenden der NOA durch direkte Ansprache und mehrsprachige Aufklärung. Der nächste NOA-Impftag sei in Planung und soll am Montag, 17. Januar 2022, stattfinden.

Auch in der Straßenambulanz Franz von Assisi der Caritas wurde diese Woche geimpft. Die Caritas arbeitete hier mit dem Sozialamt der Stadt zusammen, um möglichst viele Personen in unterschiedlichen Einrichtungen zu erreichen. Zielgruppen waren insbesondere Personen ohne festen Wohnsitz, die gemeinschaftlich untergebracht sind und oft nur beschränkten Zugang zum Gesundheitssystem haben, und Menschen aus Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete.

Insgesamt wurden mit den Aktionen der NOA und der Caritas 340 Menschen geimpft, von denen zwei Drittel die Auffrischungsimpfung erhielten. Die Impfstrategie der Stadt Nürnberg setzt seit Bereitstellung des Impfstoffes auf "ein niedrigschwelliges Vorgehen in Kooperation mit den Partnerorganisationen". Im vergangenen Jahr suchten mobile Impfteams Wohnungslose in Pensionen und Gemeinschaftsunterkünften auf, machten Aufklärungs- und Impfangebote in Frauenhäusern sowie in Unterkünften für Geflüchtete, heißt es.