Das Finale der Fußballeuropameisterschaft und die ausgelassene Feierstimmung begeisterter Fußballfans beschäftigten auch die mittelfränkische Polizei in der Nacht von Sonntag auf Montag (12. Juli). Schwerpunkt der Feierlichkeiten war erwartungsgemäß der Plärrer in Nürnberg, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilte.

Nach Spielende versammelten sich laut Polizei rund 1800 überwiegend italienische Fußballfans am Plärrer, die ausgelassen den Sieg ihrer Nationalmannschaft feierten. Da bereits kurz nach Mitternacht zahlreiche Personen den Bereich um den Plärrer aufgesucht hatten, musste die Verkehrspolizei Nürnberg entsprechende Verkehrssperren einrichten und den Fahrverkehr umleiten. Rund 30 Fahrzeuge nahmen an einem Autokorso teil.

Polizei nimmt mehrere Fußball-Fans bei Feierlichkeiten fest

Einige alkoholisierte Personen wurden festgenommen, die sich an den Feierlichkeiten beteiligten und vereinzelt unter anderem durch Flaschenwürfe dafür sorgten, dass Polizeibeamte des Unterstützungskommandos einschreiten mussten. Außerdem wurden vereinzelt bengalische Feuer gezündet. Ein Polizeibeamter wurde verletzt, als ein Böller unmittelbar neben ihm gezündet wurde. Ein Tatverdächtiger konnte identifiziert und festgenommen werden. Dabei beleidigte er die Polizisten.

Außerdem begannen mehrere Personen in der Menschenmenge Fußball zu spielen. Als ein Beamter des USK das unterbinden wollte und den Ball sicherstellte, trat ihn ein 26-jähriger Mann mit den Füßen. Der alkoholisierte 26-Jährige wurde festgenommen und ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Zwei italienische Frauen (19, 22) gerieten in Streit. Auch hier wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Gegen 2.15 Uhr wurden die feiernden Fans aufgefordert, die Fahrbahn wieder freizugeben. Die Anwesenden kamen der Bitte nach. Auch in anderen mittelfränkischen Städten feierten Fußballfans ausgelassen den Erfolg der italienischen Nationalmannschaft. In der Erlanger Innenstadt nahmen bis zu 60 Personen an den Feierlichkeiten teil. Hierbei kam es zu keinerlei nennenswerten Sicherheitsstörungen.