• Sprengmeister entschärfen am Mittwoch (28. Oktober 2020) erfolgreich Fliegerbombe in Nürnberg.
  • Evakuierung um 11.30 Uhr aufgehoben: 2300 Menschen dürfen wieder nach Hause gehen.
  • Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Z-Bau und drei betroffene Kitas können ab 12 Uhr ihren Betrieb wiederaufnehmen.
  • Die 250-Kilo-Bombe wurde am Dienstagnachmittag (27. Oktober 2020) in einer Baugrube gefunden.

Fliegerbombe in Nürnberg: Nach einer großen Evakuierung am Mittwochmorgen (28. Oktober 2020) vermeldet die Stadt Nürnberg am Mittag gute Nachrichten: Die 250-Kilo-Bombe wurde erfolgreich entschärft. Die Sprengmeister Tobias Oelsner und Bettina Jurga machten sie unschädlich, um 11.30 Uhr wurde die Evakuierung aufgehoben.

Für Bomben-Entschärfung: 2300 Anwohner von Evakuierung betroffen

Am Mittwochmorgen liefen große Evakuierungsmaßnahmen in Nürnberg ab. 2300 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Die Räumung verlief planmäßig und war um kurz vor 10.30 Uhr abgeschlossen, um 10.39 Uhr begannen die Sprengstoff-Experten mit der Entschärfung der Bombe. Am Fundort in der Brunecker Straße war ein sieben Meter hoher Erdwall aufgeschüttet worden. Dabei handelte es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, falls die Bombe explodieren sollte. 

Bei dem Sprengkörper handelt es sich um eine amerikanische Fliegerbombe, die 250 Kilogramm schwer ist und über zwei Aufschlagzünder verfügt.  Am Mittag war die Bombe entschärft, teilt die Stadt mit. Am Mittwochmorgen waren insgesamt 297 Kräfte im Einsatz, vor der Entschärfung wurde der Bereich evakuiert.

Der Evakuierungsradius betrug 500 Meter im Norden und 700 bis 750 Meter im Südwesten, die Räumung erfolgte in fünf Abschnitten. Gegen 8 Uhr am Morgen begann die Evakuierung. Von der Räumung waren laut Angaben der Behörden 2300 Menschen betroffen. "In diesem Bereich befinden sich außerdem drei Kitas, die U-Bahn-Haltestelle Hasenbuck, das Zollamt, eine Gemeinschaftsunterkunft, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Z-Bau und ein Altenheim", heißt es. Nach der erfolgreichen Entschärfung können sie ab 12 Uhr wieder ihren Betrieb aufnehmen.

So lief die Evakuierung in Nürnberg ab

Die Stadt Nürnberg hatte ein Bürgertelefon eingerichtet. Es war seit Mittwoch (28. Oktober 2020) um 7.00 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautete: 0911/64375888.

2300 Anwohner mussten evakuiert werden

Die Stadt Nürnberg richtete eine betreute Sammelstelle in der Meistersingerhalle, Münchener Straße 21, ein. Beim Abschluss der Evakuierung um kurz vor 10.30 Uhr waren dort 100 Personen untergebracht. Betroffene Bürger konnten sich entweder selbstständig dorthin bewegen oder mit Bussen fahren. Für den Transport von Anwohnern in die Sammelstelle in der Meistersingerhalle standen Shuttlebusse bereit.

Für die Busse und die Meistersingerhalle gab es Hygienekonzepte. Bürger, die sich derzeit in Quarantäne befinden, wurden gebeten, sich beim Bürgertelefon zu melden. Sie wurden von Krankentransportwagen abgeholt und getrennt von den anderen Evakuierten untergebracht.

Am gestrigen Dienstag, 27. Oktober, fuhr die Feuerwehr mit einem Lautsprecherwagen durch das betroffene Gebiet und informierte, dass die Evakuierung am Mittwoch ab 8 Uhr stattfinden wird. Im Evakuierungsgebiet liegen drei Kindertagesstätten. Die Leitungen der Kitas in der Tiroler Straße, der Andreas-Hofer-Straße und der Innsbrucker Straße sind informiert.

U1 musste für Entschärfung unterbrochen werden

Ebenfalls betroffen von der Evakuierung waren das Zollamt, die Gemeinschaftsunterkunft Ingolstädter Straße, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Z-Bau. Das Möbelhaus XXXLutz in der Ingolstädter Straße 20 am Rand des Evakuierungsbereichs öffnet nicht um 10 Uhr, sondern erst nach der Entschärfung. Während der Entschärfung musste die U-Bahnlinie 1 unterbrochen werden.

Im Sommer 2020 wurde in Nürnberg ebenfalls eine Bombe gefunden.

tu/sts