Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als Welt-Bienentag (World Bee Day) zum ersten Mal im Jahr 2018 ausgerufen. "Er soll darauf aufmerksam machen, dass Bienenpopulationen weltweit massiv zurückgehen und daher dringend Schutz benötigen", so die Stadt Nürnberg.

Auch in der Bevölkerung findet ein Umdenken statt. „In den letzten Jahren hat sich die Einstellung zur Grünpflege geändert. Was früher kurz geschnittener Rasen sein musste, darf heute eine kniehohe Blühwiese sein. Seit vielen Jahren liegt deshalb unser Fokus nicht mehr nur auf der Gestaltung optisch ansprechender Grünflächen, sondern auch in der Schaffung und Erhaltung von Lebensräumen von Bienen und anderen Insekten“, wird Bürgermeister Christian Vogel (SPD) zitiert.

In Kooperation mit dem Umweltamt und dem Bündnis für Biodiversität setze man bei Sör schon länger bestimmte Maßnahmen um, "die den Insektenreichtum fördern, indem Lebensräume erhalten und Lebensgrundlagen geschaffen werden", wirbt die Stadt.

Das gelte sowohl für die Planung als auch für Unterhalt und Pflege von Park- und Grünanlagen, Straßenräumen und Straßenbegleitgrün, Freiflächen an Schulen und Kitas sowie Uferbereichen. Einige Beispiele aus der Arbeit von Sör seien:

  • "Viele Wiesenflächen werden nur einmal im Jahr gemäht; diese Flächen bleiben naturnah für Bienen und andere Insekten.
  •  Auch im Straßenbegleitgrün gibt es Flächen, die nur zweimal pro Jahr gemäht werden, zum Beispiel die Erlanger Straße und die Münchener Straße.
  •  Das Saatgut für die Flächen im Straßenbegleitgrün wurde angepasst, der Anteil der blühenden Kräuter wurde erhöht.
  •  Wo immer möglich, werden in Grünanlagen Rasenflächen in Wiesenflächen umgewandelt. Die Anlage von Sandmagerrasenflächen wie zum Beispiel im 
    Marienbergpark bietet besonders vielen Insekten ein Zuhause.
  • Es werden ganz bestimmte Pflanzen gezielt ausgewählt, etwa die Silbersommerpflanzung.
  • Anlage von üppig blühenden Staudenbeeten, unter anderen die Hochbeete in der Fürther Straße oder die neubepflanzten Beete am Europaplatz.
  •  Setzen von Blumenzwiebeln, die bereits im zeitigen Frühjahr blühen und von Bienen angeflogen werden.
  •  Bei der Baumauswahl im Straßenbegleitgrün wird auch auf eine Mischung von verschiedenen Baumarten geachtet. Dadurch wird die Biodiversität erhöht und Insekten und Bienen eine 
    Lebensgrundlage geboten."