Zwischenfälle auf Nürnberger Demo "Gegen rechte Netzwerke im Staat und auf der Straße": Am Samstagnachmittag (12. Oktober 2019) fand in Nürnberg zwischen 14 und 17.40 Uhr eine Demonstration gegen rechte Netzwerke im Staat und auf der Straße statt. Die Polizei berichtet von Zwischenfällen, bei denen Passanten durch Demonstranten verletzt wurden. Auch ein Polizist wurde leicht verletzt.

Gegen 14 Uhr trafen in der Gostenhofer Hauptstraße etwa 1500 Demonstranten ein, 500 von ihnen um gegen die Angriffe der Türkei in Syrien zu demonstrieren, gegen die auch am Donnerstag (10. Oktober 2019) demonstriert wurden. Gegen 14.45 Uhr zog die Menschenmasse über die Ludwigstraße in Richtung Innenstadt. In der Färberstraße/Ecke Karolinenstraße kam es dann zu einer Rangelei zwischen einem Demonstranten und einem Passanten, der die Rangelei durch eine Beleidigung provoziert haben soll. Polizisten konnte die beiden Personen beruhigen und die Auseinandersetzung beenden. Der Passant wurde bei dem Streit leicht verletzt.

Polizei ermittelt einen Steinewerfer

Die Demonstranten bewegten sich weiter über die Marienstraße, den Willy-Brand-Platz, die Käte-Strobel-Straße und die Allersberger Straße in die Südstadt. Auch hier kam es zu einem Zwischenfall, bei dem zwei Einsatzkräfte mit Steinen beworfen wurden. Dabei wurde ein Polizist an der Hand verletzt. Einer der Steinewerfer konnte vorläufig festgenommen werden.

Demonstranten stürmen Gemüseladen in Nürnberg

Gegen 16.45 Uhr stürmten Teilnehmer der Versammlung in der Wölkernstraße einen Obst- und Gemüseladen. Mit einem Stock bewaffnet, schlugen sie auf einen der Ladenbesucher ein, der eine Platzwunde am Kopf erlitt und in einer Klinik versorgt werden musste. Die Polizei konnte die Situation unter Kontrolle bringen.

Gegen 17. 40 Uhr endete der Aufzug mit einer Abschlusskundgebung in der Gyulaer Straße. Die Nürnberger Kriminalpolizei übernimmt die weiteren Ermittlungen hinsichtlich der Verstöße im Verlauf der Versammlung.