• "Garage" in Nürnberg führt ab Oktober 2G-Regel ein
  • Probleme mit Tests und Sorge vor Schließung als Grundstein der Entscheidung
  • Barbetreiber Ali Akar bekommt "mehr positive als negative Reaktionen"
  • Anonyme Anrufe und Online-Shitstorm: "Halte mich an diese Empfehlung"

Der Besitzer der Bar "Garage" in Nürnberg, Ali Akar, führt für seine Lokalität ab dem ersten Oktober die 2G-Regel ein. In den Innenraum dürfen dann nur noch geimpfte und genesene Personen. Im Außenbereich dürfen negativ-getestete Gäste weiterhin Platz nehmen. 

Nürnberg: 2G-Regel in Bar sorgt für anonyme Anrufe und E-Mails

Ein Grund dafür seien die Selbsttests gewesen, so Akar. "Die verarschen uns, man muss richtig aufpassen", erklärt er inFranken.de das bisherige Problem mit den Testungen. Dazu käme, dass er bereits von mehreren Lokalen gehört habe, dass sie wegen Corona-Fällen schließen mussten. "Lieber weniger Umsatz als geschlossen", sagt er in Hinblick auf die Wahl zwischen ausbleibenden Gäste oder einer erneuten Corona-bedingten Schließung.

Die neue Regelung gefällt nicht allen. "Ich bekomme anonyme Anrufe und Mails, in denen es heißt 'Sie sind verflucht' oder 'Sie können Ungeimpfte nicht ausschließen, woher haben Sie das Recht?'", berichtet Akar. Auch Vergleiche zu Adolf Hitler wurden bereits gezogen. "Aber ich habe das Hausrecht, ich kann auch nur Engländer, nur Mediziner oder nur Leute unter 30 reinlassen. Ich darf das entscheiden", sagt er.

Von den negativen Reaktionen beeinflussen lässt er sich aber nicht. "Ich bin mutig, ich mache das", zeigt er sich überzeugt von seiner 2G-Regel. Unter Stammgästen und Dart-Teams habe er bereits vor einiger Zeit Umfragen zum Impfstatus durchgeführt. "Ich führe 2G nicht von heute auf morgen ein. Ich weiß, dass 98 Prozent meiner Leute schon geimpft sind", erklärt er. 

Nürnberger Barbetreiber: "Die negativen Reaktionen ärgern einen"

Eine Gruppe junger Leute Mitte 20 habe er erst kürzlich zu Besuch gehabt. "Die waren alle geimpft und wollten kommen, weil sie das mit der 2G-Regel gelesen haben und gut fanden", erinnert Akar sich. "Es gibt mehr positive als negative Reaktionen, aber die negativen ärgern einen. Die schreiben nicht so freundlich."

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In den Facebook-Kommentaren finden sich immer wieder Verweise auf eine 2G-Party in Münster, nach der es mehrere Corona-Fälle gab. Die Kritik hierbei lautet, dass Geimpfte das Virus auch weitergeben können, wenn sie infiziert sind. Dennoch bleibt zu beachten, dass der Verlauf einer schweren Erkrankung bei Geimpften deutlich geringer ist.

Auch Akar orientiert sich daran. "Ich bin kein Arzt. Es heißt, dass 2G weniger gefährlich ist. Ich halte mich an diese Empfehlung", erklärt er. Insgesamt betrachtet, gebe es aber keine Lösung, mit der alle glücklich sind. "Man kann nicht alle zufrieden machen, das ist unmöglich", resümiert Akar. 

Viele bekannte Corona-Regeln sind mittlerweile wieder passé. Die 3G, 2G oder 1G-Regel werden hingegen immer wichtiger. Aber was bedeuten die Regeln eigentlich? Gerade die 1G-Regel sorgt aktuell noch für Verwirrung.

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