Der Kulturausschuss des Nürnberger Stadtrats hat sich mit Sitzung vom 26. November 2021 für die Aufnahme von Planungen zu einer Teilsanierung der Nürnberger Meistersingerhalle ausgesprochen, teilt die Stadt Nürnberg mit.

Damit ist die Grundlage geschaffen, Nürnbergs größtes kommunales Veranstaltungszentrum in den kommenden Jahren schrittweise baulich und infrastrukturell an aktuelle Gegebenheiten anzupassen und somit die Bedingungen für Veranstalterinnen und Veranstalter sowie für die auftretende Künstlerschaft weiter zu verbessern.

Mit über 300 000 Besucherinnen und Besuchern und jährlich mehr als 900 Veranstaltungen ist die Meistersingerhalle zentraler Veranstaltungsort für Showproduktionen, Orchesterkonzerte sowie Tagungen und Kongresse in Nürnberg. Auch in ihrer Funktion als Stadthalle wird die Meistersingerhalle vielen weiteren Veranstaltungsformaten weiterhin den nötigen Raum bieten.

„Die Meistersingerhalle ist äußerst variabel nutzbar, das starke Team vor Ort kann sich selbstbewusst jeder Herausforderung stellen. Durch die notwendigen Sanierungsmaßnahmen wird die Meistersingerhalle perspektivisch ein zeitgemäßer Veranstaltungsort für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt, für Menschen aus der Metropolregion und für überregionale Gäste bleiben“, so Bürgermeisterin Prof. Dr Julia Lehner.

„Ein Ort für Konzerte, Tagungen, Kongresse, Ausstellungen, Bälle und Messen von der Größe der Meistersingerhalle sollte stets aktuellen, auch internationalen Standards entsprechen. Wir freuen uns, dass wir die Modernisierung mit Fachplanern jetzt angehen können, um die bald 60 Jahre alte Meistersingerhalle hochwertig und vielversprechend für die Zukunft zu gestalten“, freut sich Katharina Puff-Schwartz, Leiterin der  Meistersingerhalle.

In einem ersten Schritt werden nun in einem Planungsverfahren die baulichen Notwendigkeiten einer Sanierung und Ertüchtigung der Meistersingerhalle in Gänze ermittelt. Hieraus werden dann spezifische Bauabschnitte identifiziert, die vor allem während der Spielpause in den kommenden Jahren im Sommer durchgeführt werden sollen.

Der Betrieb der Meistersingerhalle in den Monaten Oktober bis Mai/Juni kann so aufrechterhalten werden und bleibt von den baulichen Maßnahmen unberührt. Die Stadt Nürnberg hat bereits in den zurückliegenden Jahren konsequent in Bauerhalt und Gebäudeinfrastruktur investiert.

Erneuert und modernisiert wurden unter anderem der gesamte Brandschutz inklusive einer großflächigen Besprinklerung und natürlichen Entrauchung beider Säle und der Foyers, die energetische Dämmung aller Flachdächer, Teile des Stahlvordachs, Teile der Glasfassaden, das Atrium des Großen Foyers, die Sanitärbereiche im Publikumsraum und im Backstage, die knapp 800 Quadratmeter große Großküche und nicht zuletzt das Parkett auf der Bühne und im Zuschauerraum des über2 000 Besucherinnen und Besucher fassenden großen Saals sowie die Bühnenbeleuchtung, die spezifisch auf die Arbeitsbedingungen für den Konzertbetrieb ergänzt und abgestimmt wurde.

Die Meistersingerhalle wurde im September 1963 nach dreijähriger Bauzeit eröffnet. Architekt war Harald Loebermann. Wunibald Puchner, Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, verantwortete die künstlerische Ausgestaltung der Innenräume. Seit dem Jahr 2007 besteht Denkmalschutz auf dem aus Großer und Kleiner Meistersingerhalle, Großem und Kleinen Foyer sowie neun Konferenzräumen bestehendem Bauensemble am Luitpoldhain.