Laden...
Nürnberg
Corona-Ticker

Neue Unterrichtszeiten: Einige Schulen starten ab morgen später

Wegen der hohen Corona-Fallzahlen in Nürnberg gibt es ab Montag einen versetzten Unterrichtsbeginn an Gymnasien. Alle Infos kompakt im Überblick
 
Wegen Corona beginnt der Unterricht an einigen Schulen in Nürnberg ab Montag später. Symbolfoto: Alexandra_Koch/Pixabay.com

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 20.11.2020, 13.37 Uhr: Einige Gymnasien in Nürnberg beginnen Unterricht ab Montag später

Veränderte Unterrichtszeiten an Nürnberger Schulen: Ab Montag (23. November 2020) startet der Unterricht an einigen Gymnasien in Nürnberg später, teilt die Stadt in einer offiziellen Erklärung mit. Der Grund dafür sind die weiterhin hohen Corona-Fallzahlen in Nürnberg. Mit dem versetzten Unterrichtsbeginn soll der Schülerverkehr am Morgen entzerrt werden.

Mund-Nasen-Schutz jetzt bei Amazon anschauen

Das Schulamt nennt folgende Zeiten:

  • Willstätter-Gymnasium: Start um 7.55 Uhr
  • Hans-Sachs-Gymnasium: Start um 8 Uhr
  • Städtisches Labenwolf-Gymnasium Nürnberg: Start um 8.10 Uhr
  • Johannes-Scharrer-Gymnasium: Start um 8.10 Uhr

In der Südstadt werden das Sigena-Gymnasium und das Pirckheimer-Gymnasium nachziehen, sobald einige Klassen des Sigena-Gymnasiums wieder aus der Quarantäne zurückkommen.

Update vom 18.11.2020, 13.50 Uhr: Zwei Nürnberger Berufsschulen stellen auf Distanzunterricht um

Ab Donnerstag, 19. November 2020, stellen die Berufsschule 3 und 13 in Nürnberg auf Distanzunterricht um. Das beschlossen Gesundheitsamt, Referat für Schule und Sport und das Amt für Berufliche Schulen. 

In der Berufsschule 3 befinden sich aktuell 99 Schüler und 14 Lehrkräfte in Quarantäne. Der digitale Distanzunterricht soll vorerst bis einschließlich 27. November gelten. Die Fachrichtung der Schule umfasst die Bereiche Hotel, Gaststätten und Lebensmitteleinzelhandel.

In der Berufsschule 13, die eine Berufliche Oberschule und eine städtische Fachoberschule ist, wird ebenfalls auf digitalen Distanzunterricht umgestellt. Dort befinden sich 200 der 600 Schüler in Quarantäne (Stand 18. November 2020). Auch elf Lehrkräfte müssen zu Hause bleiben. 

Grund für die große Anzahl an Menschen in Quarantäne ist, dass bei einem Infektionsfall in einer Klasse die gesamte Klasse nach Hause in Quarantäne geschickt wird.

Update vom 16.11.2020, 12.29 Uhr: Mehr als 900 Corona-Verstöße in einer Woche

Aufgrund der rapide gestiegenen Covid-19-Zahlen gelten seit Anfang November bundesweit verschärfte Corona-Regeln. Die Polizei hat nun diesbezüglich ihre Bilanz der vergangenen Woche veröffentlicht. Fazit: Allein in Mittelfranken wurden mehr als 900 Verstöße gegen das aktuell geltende Infektionsschutzgesetz erfasst, berichtet das Polizeipräsidium.

Zwischen dem 9. und 15. November kontrollierten die Polizisten der mittelfränkischen Dienststellen demnach insbesondere die Einhaltung der Maskenpflicht, der Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Bereich sowie des Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen. Sie wurden hierbei auch von Einsatzkräften des USK-Mittelfranken sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt.

Im genannten Zeitraum führten die Beamten insgesamt rund 3800 Kontrollen durch, wobei in über 900 Fällen etwas zu beanstanden war. "Knapp 600 der festgestellten Verstöße wurden entsprechend in Form einer Anzeige geahndet", heißt es vonseiten des Präsidiums.

Feier in Schuppen: 24 Gäste werden belangt

Zu beanstanden waren laut Polizei auch an diesem Wochenende einzelne kleinere Menschenansammlungen und private Feiern - sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum. So gingen beispielsweise im Verlauf des Samstagabends
(14. November 2020) Mitteilungen über kleinere Gruppen Jugendlicher ein, die sich in Parkanlagen und auf Spielplätzen trafen und teils Alkohol konsumierten. Die angetroffenen Personen wurden durch die Einsatzkräfte konsequent zur Anzeige gebracht.

Insbesondere am Wochenende wurden teilweise Feiern in privaten Wohnungen gemeldet, bei denen der zulässige Personenkreis offensichtlich überschritten wurde. In Heilsbronn (Landkreis Ansbach) lösten die Beamten beispielsweise eine Feier in einem an ein Wohnhaus grenzenden Schuppen auf und leiteten gegen die 24 Gäste entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

"Die mittelfränkische Polizei wird die Einhaltung der derzeit geltenden Bestimmungen weiterhin kontrollieren", kündigt das Polizeipräsidium an. Insgesamt zieht die mittelfränkische Polizei aber eine positive Bilanz in Bezug auf die jüngsten Kontrollen. Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung halte sich nach Einschätzung der Einsatzkräfte an die geltenden Vorgaben. Bei festgestellten Verstößen verhielten sich die meisten Betroffenen einsichtig und kooperativ.

Update vom 12.11.2020, 16.12 Uhr: Nürnberg vermeldet rasanten Anstieg der Corona-Fallzahlen

Die Stadt Nürnberg verzeichnet aktuell einen drastischen Zuwachs bei den Corona-Fallzahlen. Wie die Stadt am Donnerstag (12. November 2020) mitteilt, gibt es aktuell knapp 1.800 akute Indexfälle, im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl um mehr als 50 Prozent angestiegen. Nahezu 1.200 Personen wurden seit dem 4. November neu in Quarantäne gesetzt.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt nach wie vor deutlich über dem Niveau der "ersten Welle" im Frühjahr. Der Höhepunkt dort lag bei circa 35 Neuinfektionen am Tag, in den vergangenen Tagen lag die Zahl bei deutlich über 300.

Corona-Infizierte müssen selbst Kontaktpersonen informieren

Jede positiv getestete Person hat im Schnitt acht enge Kontaktpersonen ("Kontaktperson 1"), das heißt, es kommen zusätzlich täglich bis zu 3.000 neue Kontaktpersonen hinzu. Vor diesem Hintergrund werden Kontaktpersonen der Kategorie 1 im Regelfall nicht mehr vom Gesundheitsamt angerufen. Infizierte Personen sind aufgefordert, ihre engen Kontaktpersonen zunächst selbst zu informieren und die Empfehlung zur Selbstisolation auszusprechen sowie dem Gesundheitsamt per E-Mail an gh-kontaktpersonen@stadt.nuernberg.de eine Liste der engen Kontaktpersonen zuzuschicken. Den von den Indexpersonen genannten engen Kontaktpersonen wird eine Arbeitgeberbescheinigung über die Quarantäne zugesandt.

Absolute Priorität hat nach wie vor die Information und Beratung sowie das in Quarantäne-Setzen von infizierten Personen. Auch hier kommt es jedoch aufgrund der hohen Neuinfektionszahlen zu Verzögerungen.

Erkrankte müssen selbst in Quarantäne gehen

Daher ergeht die Aufforderung seitens des Gesundheitsamts an positiv getestete Personen, sich gemäß Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 6. November 2020 unverzüglich nach Erkenntniserlangung des positiven Testergebnisses auch ohne Anordnung des Gesundheitsamts in Isolation zu begeben.

Sind sensible Einrichtungen wie Pflegeheime, Kitas oder Gemeinschaftsunterkünfte betroffen, so werden die Fälle priorisiert durch Sonderteams bearbeitet. Hier werden nach wie vor enge Kontaktpersonen ermittelt und getestet.

Mobile Generationen verbreiten Coronavirus weiter

Das Personal im Gesundheitsamt wird weiterhin aufgestockt. Die Behörde kommt allerdings nicht mehr mit ihrer Arbeit hinterher. Zuletzt haben am Montag (9. November 2020) zehn weitere Personen ihren Dienst am Telefon begonnen. Der aktuelle starke Fallanstieg könne jedoch nicht durch Personalaufbau kompensiert werden, so die Stadt Nürnberg.

Das steigende Infektionsgeschehen ist auf einen allgemeinen diffusen Anstieg der Fallzahlen zurückzuführen. Die Altersstruktur der Infizierten lässt darauf schließen, dass die mobilen Generationen (Alter 15 bis 34: 545 Fälle sowie 35 bis 59: 608 Fälle) das Infektionsgeschehen vorantreiben, die verstärkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und sozial interagieren. Es ist jedoch auch zunehmend die Altersgruppe 80+ betroffen (107 Fälle).

Update vom 10.11.2020, 12.18 Uhr: 53 Pflegeheim-Bewohner in Nürnberg mit Corona infiziert


Neue Corona-Fälle in drei Nürnberger Pflegeheimen: Wie das Gesundheitsamt am Dienstag (10. November 2020) mitteilt, gibt es Covid-19-Ausbrüche in drei Pflegeheimen. Insgesamt wurden 53 Bewohner sowie 27 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Ein Bewohner ist verstorben.

  1. In einer Einrichtung in Gostenhof ist Corona ausgebrochen. Dort sind elf Bewohner sowie neun Pflegekräfte positiv auf Covid-19 positiv getestet worden. Zwei Personen befinden sich in stationärer Behandlung im Krankenhaus, davon eine auf Intensivstation. Ein Bewohner ist verstorben.
  2. Ein Altenheim in Langwasser verzeichnet 27 infizierte Bewohner, auch neun Pflegekräfte sind angesteckt. Die Einrichtung wurde für Besucher sowie für Neuaufnahmen geschlossen. Ein Bewohner befindet sich auf Normalstation im Krankenhaus.
  3. Ein Stift in der Altstadt Nürnberg meldet in einem Wohnbereich mehrere Indexfälle. Dort wurden 15 Bewohner sowie neun Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Ein Bewohner befindet sich auf Normalstation im Krankenhaus.

Das Gesundheitsamt steht mit allen betroffenen Einrichtungen in Kontakt, heißt es. "Die pflegerische Versorgung wird sichergestellt, das gesamte Personal arbeitet mit Schutzausrüstung. Die betroffenen Bereiche in den Einrichtungen sind isoliert. Die Angehörigen wurden über die Einrichtungen verständigt."

In dem Anfang Oktober von einem Ausbruchsgeschehen stark betroffenen Pflegeheim in Nürnberg-Langwasser entspannt sich die Lage zunehmend. Es ist dort aktuell nur noch ein Wohnbereich isoliert, in dem drei Covid-19-positive Personen leben. In den anderen Wohnbereichen gibt es keine positiv getesteten Bewohner mehr. Zwei Bewohner befinden sich auf Normalstation im Krankenhaus. Unter den Mitarbeitern sind aktuell noch drei Personen betroffen. 

Update vom 5.11.2020, 17.09 Uhr: Maskenpflicht für alle Schüler im Nürnberger Land

Am Freitag enden in Bayern offiziell die Herbstferien. Um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen, gelten ab Montag (9. November 2020) bis vorerst 30. November im Zuge der achten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung neue Regeln in Schulen, Horten und Kitas. Wie das Landratsamt Nürnberger Land mitteilt, sei es durchaus möglich, dass Klassen und Jahrgangsstufen wieder in den Distanzunterricht wechseln und Kitas und Horten die Betreuung einschränken müssen.

Schon vor den Ferien mussten Schüler aller Jahrgangsstufen auch während des Unterrichts Masken tragen. Die Grundschüler im Nürnberger Land waren durch eine Sonderregelung davon ausgenommen. Durch die neue Verordnung und steigende Zahlen im Landkreis ist dies nicht mehr möglich: Ab 9. November müssen auch Grundschüler im Nürnberger Land während des Unterrichts an ihrem Platz einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Für die Kinder, besonders für die Brillenträger unter ihnen, ist die Maske eine Strapaze und sehr unangenehm, keine Frage“, sagt Gesundheitsamtsleiter Dr. Hanspeter Kubin, „aber derzeit eine nötige Anstrengung.“ Eltern hatten in den vergangenen Wochen sowohl gegen als auch für eine Maskenpflicht protestiert. 

An Schulen gilt: Für Grundschüler aller Jahrgangsstufen, für fünfte Klassen in Mittel- und Realschulen sowie für Abschlussklassen, also die neunte, zehnte und zwölfte Jahrgangsstufe soll der Präsenzunterricht vorerst und so lange wie möglich stattfinden. Wenn der Präsenzunterricht an einer Schule nicht mehr möglich sein sollte, kann diese Schule nach Absprache mit dem Schulamt zum Unterricht in geteilten Gruppen wechseln. Gruppen sollen sich dann tage- oder wochenweise abwechseln. Das heißt: Es ist gut möglich, dass sich noch diese Woche die Schulen bei den Eltern melden, um mitzuteilen, dass die Klasse ihres Kindes in den Distanzunterricht geht.

Für Horte und Kitas gilt: Das Gesundheitsamt stellt für diese Einrichtungen die Warnstufe drei fest (nicht zu verwechseln mit der inzwischen nicht mehr gültigen Ampel). Gruppen können geteilt werden, um die Gruppengröße zu reduzieren. Kinder und Erzieher werden einer Gruppe fest zugeteilt und sollen anschließend keinen Kontakt mehr mit den anderen Gruppen haben. Kitas und Horte sollen auch mit den Schulen in Kontakt treten, damit in der Betreuung dort keine Personen miteinander in Kontakt kommen, die in der Schule mit viel Aufwand auseinandergehalten wurden.

Mache Einrichtungen müssen ihre Öffnungszeiten reduzieren. Außerdem richten das Landratsamt, das Gesundheitsamt und für die Kitas zuständigen Stellen den Appell an die Eltern, nur die Kinder in die Kitas zu bringen, bei denen es unbedingt sein muss. Sollte die Infektionssituation sich noch weiter verschärfen, können die Kitas eventuell, wie im Frühjahr, nur noch die Kinder von Erziehungspersonen aus der kritischen Infrastruktur oder aus gefährdeten familiären Verhältnissen betreuen. Erzieher müssen im Außenbereich eine Maske tragen, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Update vom 2.11.2020, 15.30 Uhr: Polizei Mittelfranken zieht Bilanz zur Einhaltung der Corona-Regeln

Seit Montag (2. November 2020) gelten bundesweit weitestgehend einheitliche Corona-Regeln. Noch bis zum Wochenende richteten sich die jeweiligen Maßnahmen nach den regionalen Infektionswerten -  von Maskenpflicht über Kontaktbeschränkungen und eine einheitliche Sperrstunde. Die Polizei hat nun ihre Bilanz zum vergangenen Wochenende veröffentlicht. Fazit: Allein in Mittelfranken wurden rund 1600 Verstöße gegen die Corona-Regelungen erfasst.

Im genannten Zeitraum wurden laut Polizei Mittelfranken insgesamt rund 2600 Kontrollen durchgeführt. "Hierunter fallen beispielsweise Überprüfungen der Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Bereich oder die Einhaltung des Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen", heißt es vonseiten des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

1600 Corona-Verstöße, 350 Anzeigen, 30 Verwarnungen

Insgesamt wurden durch die Beamten circa 1600 Verstöße festgestellt. Hiervon wurden rund 350 in Form einer Anzeige geahndet. In 30 Fällen wurden Personen wegen eines nicht getragenen Mund-Nasen-Schutzes gebührenpflichtig verwarnt.

"Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der überwiegende Teil der Bevölkerung an die Vorgaben hält und auch bei festgestellten Verstößen einsichtig und kooperativ ist", konstatiert die Polizei.

"Den weitaus geringeren Teil stellen Personen dar, die die Beschränkungen ignorieren und sich unbelehrbar zeigen." So musste die mittelfränkische Polizei auch am Wochenende diverse Menschenansammlungen - sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Bereich - auflösen. Dies ging in den überwiegenden Fällen vollkommen friedlich vonstatten. "Gegen die unerlaubt Anwesenden werden Anzeigen gemäß dem Infektionsschutzgesetz erstattet", hält die Polizei fest.

Polizei ahndet Regelverstöße in Gaststätten

Auf Facebook geht die Polizei Mittelfranken detaillierter auf manche Vorkommnissen am Wochenende ein. "Es kommt immer wieder vor, dass Einzelpersonen und Betreiber von Gaststätten die Maskenpflicht und die Sperrstunde ignorieren." In Hinsicht auf Restaurants, Bars und Lokale schreibt die Polizei insgesamt von 60 Anzeigen, die am Wochenende wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln erstattet wurden.

Laut Polizeiangaben erhielten am Freitagabend (30. Oktober 2020) in einer Fürther Gaststätte gleich sieben Gäste eine Anzeige. Weil sie sich nicht an das Hygienekonzept hielten, musste die Polizei gegen 21.30 Uhr eingreifen. Kurz darauf wurde ein Nürnberger Gastwirt angezeigt, weil sich im Gastraum seines Schnellimbisses rund 40 Gäste aufhielten.

In Dürrwangen (Landkreis Ansbach) wurde am Freitagabend eine private Feier mit circa 20 Jugendlichen gemeldet. Vor Ort fand die Polizei noch zehn Personen vor, die allesamt eine Anzeige erhielten. Ferner wurde der Betreiber einer Nürnberger Bar angezeigt, weil sich nach der Sperrstunde noch sechs Personen im Gastraum befanden. Ebenso erging es dem Inhaber einer Hersbrucker Shisha-Bar, in der gegen 23 Uhr noch neun Gäste festgestellt wurden.

Trotz mehrerer Verstöße: Polizei zieht positive Gaststätten-Bilanz

Auch am Samstag (31. Oktober 2020) wurden laut Polizei Mittelfranken mehrere Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt: In einer Ansbacher Gaststätte wurden keine Hygienevorschriften eingehalten, weshalb der Gastwirt eine Anzeige erhielt. Zehn Personen wurden bei einer Outdoor-Party bei Nürnberg Fischbach angezeigt - und 29 Personen erhielten wegen einer privaten Halloween-Party in Nürnberg eine Anzeige.

Die Polizei berichtet von 60 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln in mittelfränkischen Gaststätten. Trotzdem zieht sie eine positive Bilanz: "Die überwiegende Mehrheit hält sich an die Maßnahmen", schreibt sie auf Facebook. "Auch diese Woche können wir eine positive Corona-Bilanz ziehen."

Update vom 21.10.2020, 12.01 Uhr: Corona-Infektion an Leibniz-Gymnasium Altdorf 

Am Leibniz-Gymnasium Altdorf hat sich ein Schüler der Q11 mit Corona infiziert. Insgesamt 84 Personen müssen in Quarantäne. Der Plan für einen Distanzunterricht steht bereits, an der Schule gab es schon mal einen Fall. 

Ein Oberstufenschüler hat sich mit Covid-19 angesteckt. Woher die Infektion komme, wisse man an der Schule nicht, erklärt Schulleiterin Dr. Konstanze Seutter inFranken.de. Insgesamt müssen 70 Schüler in Quarantäne, auch 14 Lehrkräfte sind betroffen.

"Für die Q11 gibt es jetzt Distanzunterricht von zu Hause aus", erklärt die Schulleiterin. "Die Lehrer in der Quarantäne sind ja noch dienstfähig, sie dürfen nur das Schulhaus nicht betreten." Für das "Homeschooling" werden verschiedene Online Programme genutzt. Es gibt Videositzungen, Arbeitsaufträge, Konferenzen und Einzelgespräche. Die genaue Gestaltung liegt im Ermessen der einzelnen Lehrer. Die fehlenden Lehrkräfte werden wie bei anderen Erkrankungen durch Vertretungen ersetzt.

Für die Menschen in Quarantäne gibt es Corona-Tests. Sie gelten als Kontaktpersonen 1. Grades.  

Update vom 20.10.2020, 15.46 Uhr: Nürnberger Land mit Inzidenzwert von 40

Corona-Ampel im Nürnberger Land auf Warnstufe Gelb: Am Dienstag (20. Oktober 2020) sind im Nürnberger Land elf Neuinfektionen zu vermelden, davon fünf Nachmeldungen vom Montag (19. Oktober 2020), berichtet das Landratsamt Nürnberger Land.

Corona-Neuinfektionen im Nürnberger Land

  • Burgthann (+1)
  • Hersbruck (+1)
  • Lauf an der Pegnitz (+4)
  • Röthenbach (+1)
  • Schwaig (+1)
  • Schwarzenbruck (+2)

Damit beträgt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Nürnberger Land nunmehr 913. 747 Personen gelten als genesen, es bleibt bei 45 mit oder am Coronavirus Verstorbenen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 40 (umgerechnet auf 100.000 Einwohner).

Update vom 19.10.2020, 17.10 Uhr: Corona-Ampel im Nürnberger Land weiterhin auf Gelb

7-Tage-Inzidenzwert im Nürnberger Land über 35: Am heutigen Montag (19. Oktober 2020) sind im Nürnberger Land, im Vergleich zum Freitag (16. Oktober 2020), 18 Neuinfektionen zu vermelden, teilt das Landratsamt mit.

Neuinfektionen gibt es in:

  • Altdorf (+5)
  • Burgthann (+3)
  • Happurg (+1)
  • Hersbruck (+2)
  • Lauf (+1)
  • Röthenbach (+1)
  • Schnaittach (+1)
  • Schwarzenbruck (+2)
  • Winkelhaid (+2)

Damit beträgt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Nürnberger Land nunmehr 902. 747 Personen gelten als genesen, es bleibt bei 45 mit oder am Coronavirus-Verstorbenen. 

Im Nürnberger Land bleiben die strengeren Corona-Regelungen in Kraft. Denn: Ausschlaggebend für die Einstufung sind die Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) beziehungsweise die des Robert-Koch-Instituts (RKI). Diese liegen bei 40.99 (LGL) bzw. 41,0 (RKI) – bezogen jeweils auf 100.000 Einwohner.

Update vom 18.10.2020, 7.30 Uhr: Strengere Corona-Regeln ab Sonntag

Am Samstag, 17. Oktober, hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erstmals einen 7-Tages-Inzidenzwert von über 35 für das Nürnberger Land gemeldet. Wie das Landratsamt informiert, gelten deshalb ab Sonntag, 18. Oktober, im Landkreis Nürnberger Land strengere Corona-Regeln. Dazu gehören Maskenpflicht auch am Platz in weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5, die Begrenzung von privaten Feiern und Kontakten auf zwei Hausstände oder maximal zehn Personen sowie die Einführung einer Sperrstunde ab 23 Uhr.

Inzwischen hat das Gesundheitsministerium präzisiert, dass Wirte von 23 Uhr an keine Speisen und Getränke mehr abgeben dürfen. Somit können zuvor bestellte Speisen und Getränke noch konsumiert werden. Ab 23 Uhr darf an Tankstellen kein Alkohol verkauft werden. Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 23 Uhr ein Alkoholverbot. Auf welchen stark frequentierten öffentlichen Plätzen eine Maskenpflicht angeordnet wird, wird das Landratsamt Anfang nächster Woche im Dialog mit den Städten, Märkten und Gemeinden festlegen.

Diese neuen Regeln gelten ab Sonntag

1. Es besteht Maskenpflicht auf von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde festzulegenden stark frequentierten öffentlichen Plätzen, auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden sowie von Freizeiteinrichtungen nach § 11 Abs. 1, Kulturstätten nach § 23 Abs. 1 und sonstigen öffentlich zugänglichen Gebäuden, für die in dieser Verordnung keine besonderen Regelungen vorgesehen sind.

2. Abweichend von § 18 Abs. 2 Satz 2 und § 21 Satz 1 Nr. 1 besteht Maskenpflicht auch am Platz in weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 und in Hochschulen; § 18 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 Buchst. b und Nr. 3 bleibt unberührt.

3. Abweichend von § 5 Abs. 3 Nr. 3 und § 10 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c besteht Maskenpflicht auch am Platz bei Tagungen und Kongressen nach § 15 Abs. 1 sowie in Theatern, Konzerthäusern, sonstigen Bühnen und Kinos nach § 23 Abs. 2 und 3 und für die Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen nach § 10.

4. Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum und der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens zehn Personen beschränkt; dies gilt auch mit Wirkung für weitere Regelungen dieser Verordnung, die auf § 2 Abs. 1 Bezug nehmen, wie insbesondere die Gastronomie.

5. Der Teilnehmerkreis an nach § 5 Abs. 2 zulässigen privaten Feiern (wie insbesondere Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) ist unabhängig vom Ort der Veranstaltung auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens zehn Personen beschränkt.

6. Die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle nach § 13 Abs. 4 ist in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

7. Die Abgabe von alkoholischen Getränken an Tankstellen und durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

8.  Der Konsum von Alkohol ist auf von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde festzulegenden stark frequentierten öffentlichen Plätzen in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

Dem Landratsamt und dem Gesundheitsamt sei absolut bewusst, dass diese Regeln den Menschen viel Disziplin und Verzicht abverlangen, dass es sehr ärgerlich und schmerzhaft ist, Vorhaben abzusagen, auf die man sich schon lange gefreut hat. Aber es gelte angesichts der Zahlen jetzt, einen kühlen Kopf zu bewahren, Verantwortung wahrzunehmen und Schlimmeres abzuwenden.

Am Samstag, 17. Oktober, meldete das Gesundheitsamt 13 neue Corona-Fälle im Nürnberger Land. Die Gesamtfallzahl liegt damit derzeit bei 897. Dies bedeutet nach der Zählweise des Staatlichen Gesundheitsamts des Landkreises Nürnberger Land eine 7-Tages-Inzidenz von 73 Fällen bzw. auf 100.000 Einwohner umgerechnet von 42,9.

Ebenfalls am Samstag wurde ein positiver Corona-Fall in der Q11 des Leibniz-Gymnasiums in Altdorf bekannt. Etwa 100 Schülerinnen und Schüler und 14 Lehrkräfte wurden über die Quarantäne informiert. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen.

Update vom 16.10.2020, 15.40 Uhr: Corona-Infektionen in Asylunterkünften - Landkreis überschreitet Warnwert erneut

Im mittelfränkischen Lauf an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) gibt es zahlreiche Corona-Fälle in zwei Asylunterkünften. Betroffen sind die beiden Flüchtlingsheime in der Waldluststraße und der Altdorfer Straße. Insgesamt leben dort nach inFranken.de-Recherchen aktuell 17 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

In der vom Landkreis Nürnberger Land betriebenen Unterkunft in der Waldluststraße sind laut zuständigem Landratsamt vier Bewohner coronapositiv.

Für das Flüchtlingsheim in der Altdorfer Straße ist die Regierung von Mittelfranken zuständig. Dort haben sich 13 Bewohner mit dem Erreger angesteckt, teilt Martin Hartnagel,
Pressesprecher der Regierung, am Freitag (16. Oktober 2020) inFranken.de mit. In der Gemeinschaftsunterkunft sind demnach aktuell 54 Personen untergebracht. 

Hintergrund: Nachdem sich ein Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft aufgrund eines Corona-Falls in seiner Schule einer Testung unterzogen hat und am 7. Oktober ein positives Covid-19-Ergebnis erhalten hatte, erfolgte laut Regierung am 8. Oktober durch das örtlich zuständige Gesundheitsamt eine Reihentestung in der Unterkunft. Resultat: Zwölf weitere positive Testergebnisse. 

"Unmittelbar nach Kenntnisnahme des Indexfalls erfolgte eine Abstimmung mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt über die zu ergreifenden Maßnahmen", berichtet Hartnagel. Daraufhin seien die infizierten Flüchtlinge von den anderen Unterkunftsbewohnern getrennt worden, um einen Kontakt zu vermeiden. Darüber hinaus seien ein Sicherheitsdienst zur Überwachung der Quarantäne-Einhaltung eingesetzt und die Verpflegung der Bewohner organisiert worden.

Die Quarantäne für alle Bewohner wurde vom Gesundheitsamt bis zum 22. Oktober angeordnet. "Darüber hinaus wurden die Bewohner mit zusätzlichen Mund-Nasen-Bedeckungen, Einmalhandschuhen, Desinfektionsmittel und den benötigten Hygieneartikeln versorgt", erklärt der Regierungssprecher. Das im Flüchtlingsheim tätige Unterkunfts- und Sicherheitspersonal sei mit entsprechender Schutzausrüstung ausgestattet. Die coronapositiven Bewohner zeigen laut Angaben der Behörde derzeit keine Krankheitssymptome.

Auch in einem Nürnberger Flüchtlingsheim wurden bereits mehrfach Quarantänemaßnahmen verhängt, nachdem Bewohner der Unterkunft positiv getestet worden waren.

Landratsamt Nürnberger Land kündigt neue Corona-Maßnahmen an

Der Landkreis Nürnberger Land hat unterdessen den kritischen Corona-Inzidenzwert von 35 deutlich überschritten. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt in der Region nun 41,18, berichtet das Landratsamt am Freitagnachmittag. Voraussichtlich ab Anfang nächster Woche tritt deshalb im Landkreis eine Verordnung in Kraft. Laut Landratsamt wird sich diese eng an den Maßnahmen orientieren, die Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag (15. Oktober 2020) verkündet hat. Diese lauten für Gebiete mit einer 7-Tages-Inzidenz größer als 35 wie folgt:

  • Die Maskenpflicht wird ausgeweitet, auch in weiterführenden Schulen (nicht in Grundschulen)
  • Es wird eine Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie eingeführt
  • Ab 23 Uhr darf an Tankstellen kein Alkohol verkauft werden
  • Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 23 Uhr ein Alkoholverbot
  • Private Feiern und Kontakte werden auf zwei Hausstände oder maximal zehn Personen begrenzt

Schon jetzt rufen Landratsamt, Gesundheitsamt und Regierung abermals eindringlich dazu auf, alle vermeidbaren Kontakte auch wirklich zu vermeiden und zu überlegen, ob das, was man vorhat, wirklich sinnvoll und unbedingt notwendig ist.

Noch kritischer ist die Situation in Nürnberg. Dort ist der Corona-Warnwert von 50 mittlerweile überschritten worden. "Die Lage ist sehr ernst", sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) am Freitagmittag. Ab Samstag treten nun verschärfte Corona-Regeln in Nürnberg in Kraft.

Update vom 15.10.2020, 17.40 Uhr: Neuinfektionen steigen stark - Nürnberg kratzt an der 50er-Warnschwelle

In der Stadt Nürnberg steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen immer stärker an. Laut Stadt hat sich das Infektionsgeschehen in den vergangenen Tagen und Stunden dynamisch entwickelt. Am Donnerstag (15. Oktober 2020) lag der 7-Tage-Index steht mit einem Wert von 49,5 unmittelbar vor dem Überschreiten der Corona-Warnschwelle von 50. Dies bedeutet, dass es pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen 49,5 Neuinfektionen gab.

"Es ist davon auszugehen, dass die Warnschwelle in Nürnberg in Kürze überschritten wird", teilte die Stadt mit. Die Infektionslage lasse sich nicht auf einige wenige Bereiche eingrenzen. Auf Grundlage der von der bayerischen Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen – die noch nicht in eine Verordnung gefasst sind – werde die Stadtspitze kurzfristig Entscheidungen treffen und dann bekanntgeben.

In Hinblick auf Corona-Hotspot-Regionen hat die Bayerische Staatsregierung im Ministerrat vom 15. Oktober 2020 neue Maßnahmen beschlossen. Demnach haben die Gesundheitsämter in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen spätestens ab einer 7-Tages-Inzidenz über 50 folgende Maßnahmen durch Allgemeinverfügung anzuordnen:

  • Es wird eine Sperrstunde um 22 Uhr in der Gastronomie eingeführt
  • Ab 22 Uhr darf an Tankstellen kein Alkohol verkauft werden
  • Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 22 Uhr ein Alkoholverbot
  • Private Feiern und Kontakte werden auf zwei Hausstände oder maximal fünf Personen begrenzt

"Kommt der Anstieg der Infektionszahlen nicht spätestens binnen zehn Tagen zum Stillstand, sind weitere gezielte Beschränkungen unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren", teilte das Staatsministerium mit. 

Update vom 15.10.2020, 17.00 Uhr: Inzidenzwert überschritten - Landkreis wird zum Corona-Hotspot

Wenige Tage nach der Stadt Nürnberg hat jetzt auch der Landkreis Nürnberger Land den kritischen Corona-Inzidenzwert von 35 geknackt. Laut dem Landratsamt Nürnberger Land beträgt die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun - umgerechnet auf 100.000 Einwohner - 35,29. Damit zählt das Nürnberger Land zu den Corona-Hotspots Frankens.

Nach Angaben des Landratsamts vom Donnerstag (15. Oktober 2020) prüft nun erst einmal das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Landratsamt ) diesen Wert und sein Zustandekommen. "Sobald es ebenfalls zu der Einschätzung gekommen ist, dass der Warnwert erreicht ist, wird das Landratsamt in Absprache mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium und dem LGL beschließen, welche Regelungen für den Landkreis erlassen und in welchem Zeitrahmen diese gelten werden", heißt es vonseiten des Landratsamts Nürnberger Land. "Wie Ministerpräsident Söder heute verkündet hat, wären dies beispielsweise Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden oder eine Ausweitung der Maskenpflicht." Diese Maßnahmen treten demnach in Kraft, sobald das Landratsamt eine entsprechende Allgemeinverfügung erlässt.

Neben dem Ministerrat appellieren ebenso Landratsamt und Gesundheitsamt noch einmal eindringlich an alle Menschen, die Vorsichtsmaßnahmen und Schutzregeln wirklich einzuhalten. Es gelte, den Mindestabstand und die Maskenpflicht zu beherzigen, ausreichend zu lüften, und schon jetzt den Kontakt zu anderen Personen und insbesondere zu großen Menschenansammlungen wieder auf das Nötigste zu beschränken.

Neue Corona-Fälle an Schulen: Schüler und Lehrer in Quarantäne

Darüber hinaus teilte das Landratsamt mit, dass sich eine Klasse der Realschule Lauf und die Q12 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Röthenbach sowie mehrere Lehrkräfte aus beiden Schulen in Quarantäne befinden.

Update vom 15.10.2020, 10.15 Uhr: Corona-Fall beim FCN - Ex-Kapitän Hanno Behrens positiv getestet

Covid-19-Fall beim FCN: Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat einen positiven Corona-Fall vermeldet. Wie der Verein am Mittwochabend (14. Oktober 2020) bekanntgab, sei der Betroffene, der namentlich nicht genannt wurde, bereits in häuslicher Quarantäne. Bei dem Infizierten soll es sich laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung um Nürnbergs Ex-Kapitän Hanno Behrens handeln. 

Am Donnerstag (15. Oktober 2020) werden sich das Team, die Trainer und der Staff weiteren Tests unterziehen. Nach deren Ergebnissen werde das weitere Vorgehen abgestimmt. Das für Donnerstagvormittag angesetzte Training wurde abgesagt.

«Wir stehen mit dem Gesundheitsamt in engem Austausch», sagte FCN-Sportvorstand Dieter Hecking in einer Vereinsmitteilung. «Sobald die Ergebnisse der erneuten Testung vorliegen, besprechen wir mit den Behörden die nächsten Schritte. Wir hoffen aber, den Trainingsbetrieb bei einer negativen Testung weiterführen zu können.»

Wie inzwischen bekannt wurde, gab es am Donnerstag nach den erneuten Abstrichen keinen weiteren Covid19-Fall in der Mannschaft des Clubs. Die anstehende Zweitliga-Partie beim FC St. Pauli am Montag (20.30 Uhr) soll wie geplant stattfinden können.

Update vom 13.10.2020, 13.55 Uhr: Gesundheitsamt ordnet für Oberbürgermeister Marcus König Quarantäne an

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König hat sich auf Anordnung des städtischen Gesundheitsamts in häusliche Isolationen begeben müssen. König hat sich am Dienstagvormittag (13. Oktober 2020) bis einschließlich Freitag (16. Oktober 2020) in Quarantäne begeben, berichtet die Stadt Nürnberg. Mittlerweile liege dem Oberbürgermeister ein negatives Corona-Testergebnis vor. 

Laut Angaben der Stadt hatte König am Freitag, 2. Oktober, an einer Veranstaltung teilgenommen. Am Montag, 12. Oktober, sei der OB dann am frühen Abend informiert worden, dass sich auf dieser Veranstaltung eine Person aufgehalten habe, die eine Woche später positiv auf Covid-19 getestet worden sei. Trotz Königs negativen Testergebnisses habe das Nürnberger Gesundheitsamt am Dienstagmittag für den Oberbürgermeister eine häusliche Quarantäne angeordnet. Diese erstreckt sich gemäß der 14-Tage-Frist bis einschließlich Freitag, 16. Oktober.

Wie die Stadt Nürnberg weiter mitteilt, zeige König keinerlei Symptome und sei beschwerdefrei. Ab Samstag nehme er nach jetzigen Planungen seine Termine wieder wahr, so die Stadt.

Update vom 12.10.2020, 15.50 Uhr: Warnwert steigt auf 38,2 - Stadt Nürnberg erwägt neue Corona-Maßnahmen

Wie die Stadt Nürnberg mitteilt, ist der Inzidenzwert von 35 überschritten worden. Pro 100.000 Einwohner gab es in den letzten sieben Tagen 38,2 Neuinfektionen in Nürnberg. Am Dienstag (13. Oktober 2020) wird die Stadtspitze beraten, welche Schritte diesbezüglich eingeleitet werden müssen.

„Die Fallzahlenmeldung vom Samstag war noch stark geprägt von einem Ausbruchsgeschehen in einem Nürnberger Pflegeheim. Nun bestätigt sich jedoch auch für die Stadt Nürnberg, dass sich das Infektionsgeschehen insgesamt dynamisch entwickelt. Deshalb wird die Stadtspitze morgen über geeignete Maßnahmen beratschlagen“, kommentierte Gesundheitsreferentin Britta Walthelm die aktuellen Zahlen. 

Bis Montagmittag (12. Oktober 2020) verzeichnete das Gesundheitsamt Nürnberg 2360 Infizierte in der Stadt - 38 mehr als am Tag zuvor. Davon befinden sich aktuell 286 Menschen in Quarantäne. Von den 10.686 ermittelten Kontaktpersonen befinden sich aktuell 909 in Quarantäne. 

Schon am Montagmorgen hatte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einen erhöhten Wert in Nürnberg gemeldet. Dieser lag bei 36,27. 

Unterdessen fand am Sonntag in Nürnberg eine Demonstration der "Querdenker" gegen die Corona-Maßnahmen statt. Teilweise nahmen 2800 Menschen teil - Hunderte von ihnen trugen keinen Mund-Nase-Schutz.

Update vom 09.10.2020, 14.30 Uhr: Corona-Ausbruch in Nürnberger Pflegeheim

Das Coronavirus ist in einem Pflegeheim in Langwasser Süd (Nürnberg) ausgebrochen, teilt das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg am Freitag (9. Oktober 2020) mit. Bisher wurde bei bereits 28 Menschen SARS-CoV-2 nachgewiesen (18 Bewohner sowie 10 Mitarbeiter). Darüber hinaus gibt es 71 Kontaktpersonen der Kategorie 1.

Ein hochbetagter Bewohner wurde am Donnerstagabend (8. Oktober 2020) ins Klinikum eingeliefert und wird auf der Intensivstation behandelt. Von den weiteren betroffenen Bewohnern klagt derzeit niemand über auffällige Symptome. Von den positiv getesteten Beschäftigten klagen einige Personen über Müdigkeit, Geschmacks- und Geruchsverlust, leichten Husten und grippeähnliche Symptome. 

Aktuell ist die pflegerische Versorgung sichergestellt, so das Gesundheitsamt. Das gesamte Personal arbeitet mit Schutzausrüstung, bestehend aus Schutzkitteln, Handschuhen sowie FFP2-Masken. Drei Wohnbereiche wurde isoliert. Für die gesamte Einrichtung besteht ein Besuchsverbot. Die Angehörigen werden über das Pflegeheim verständigt. 
Das Gesundheitsamt steht mit dem Pflegeheim im engen Kontakt.

Kinderhort im Nürnberger Land wird geschlossen

Das Landratsamt Nürnberger Land meldet am Freitag (9. Oktober 2020) ebenfalls neue Corona-Fälle. Eine Klasse der Grundschule Neunkirchen im Nürnberger Land befindet sich in Quarantäne. Ein Schulkind wurde positiv auf Corona getestet.

Eine Lehrerin der Schule besuchte danach den angrenzenden Kinderhort. Dieser musste danach geschlossen werden. Neben Kindern aus dem Hort sind fünf Erzieherinnen in Quarantäne, teilt das Landratsamt auf Nachfrage von inFranken.de mit.

Die aktuellen Corona-Zahlen im Nürnberger Land: Altdorf: 63, Burgthann: 55, Feucht: 69, Verwaltungsgemeinschaft Happurg: 16, Hersbruck: 39, Kirchensittenbach: 7, Lauf: 129, Leinburg: 33, Neuhaus: 6, Neunkirchen: 35, Ottensoos: 18, Pommelsbrunn: 14, Reichenschwand: 10, Röthenbach: 159, Rückersdorf: 18, Schnaittach: 30, Schwaig: 55, Schwarzenbruck: 19, Simmelsdorf: 5, Verwaltungsgemeinschaft Velden: 20, Winkelhaid: 18.

Update vom 07.10.2020, 11.15 Uhr: Krippe muss nach Corona-Fall schließen - Kinder und Erzieherinnen in Quarantäne

Die Waldemar-Bergner-Krippe in Schwabach ist von einem Corona-Fall betroffen. Kinder und Mitarbeiterinnen befinden sich bis auf Weiteres in Isolation. Der Grund: Die Eltern eines Kindes wurden positiv auf Corona getestet. Das Gesundheitsamt Roth-Schwabach hat deswegen für alle Krippenkinder vorsorglich Quarantäne bis zum 16. Oktober angeordnet. Das berichtet die Stadt Schwabach inFranken.de.

Es steht nun eine Reihentestung an. Die Mitarbeiterinnen und Kinder sollen am Mittwoch (7. Oktober 2020) getestet werden. 

Der Kindergarten, der sich direkt neben der Krippe befindet, ist laut Stadt nicht von den Quarantänemaßnahmen betroffen. Die beiden Einrichtungen sind räumlich getrennt, weswegen es keinen Kontakt zwischen den jeweiligen Gruppen gab.

Update vom 02.10.2020, 12.21 Uhr: Schüler an Berufsschule in Lauf positiv getestet

An einer Berufsschule in Lauf im Nürnberger Land wurde ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Am 1. Oktober wurde das Testergebnis dem Staatlichen Gesundheitsamt Nürnberger Land mitgeteilt. Quarantänepflicht besteht jetzt für insgesamt 20 Mitschüler und sechs Lehrkräfte. Alle gelten als Kontaktperson der Stufe eins. 

Die Schwester des infizierten Schülers war zuvor positiv auf Covid-19 getestet worden. Noch im Laufe des Freitags (2. Oktober 2020) sollen alle Kontaktpersonen des Schülers getestet werden.

Auch im Falle der Oskar-Sembach-Realschule in Lauf gibt es Neuigkeiten: Alle 130 getesteten Kontaktpersonen waren in einem ersten Test negativ. Ein zweiter Befund steht noch aus. 

Update vom 30.09.2020, 18.07 Uhr: Corona-Fall an Nürnberger Grundschule

Die Michael-Ende-Grundschule musste komplett schließen, weil eine Covid-19-Infektion vorliegt. Ob eine Lehrkraft oder eines der Kinder infiziert ist, ist unklar. Insgesamt sind 450 Kinder in Quarantäne.

"Die Schule ist komplett geschlossen", erklärt ein Mitarbeiter des Schulamts gegenüber inFranken.de. Insgesamt seien 450 Kinder in Quarantäne - und das, obwohl es nur einen Corona-Fall an der Schule gab. Grund dafür sei eine jahrgangskombinierte Lehrform, weswegen die Kontakte unübersichtlich würden. 

Nürnberger Grundschule geschlossen: Wer ist infiziert?

Unklar ist, ob ein Lehrer oder ein Schüler infiziert ist. Auch, welche weiteren Maßnahmen getätigt werden, steht nicht fest. "Normalerweise gibt es jetzt eine Reihentestung", erklärt der Mitarbeiter des Schulamts. Allerdings habe er jetzt mehrere solcher Fälle bearbeitet und keiner sei gleich gewesen.

Letztendlich zuständig für die Schließung ist das Gesundheitsamt. Dort war am Mittwochnachmittag niemand für ein Statement erreichbar. Auch an der Berthold-Brecht-Schule gab es einen Corona-Fall. 

Update vom 28.09.2020, 16.39 Uhr: Positiver Fall in einem Kindergarten

Im Evangelischen Kindergarten in Schwarzenbach (Burgthann) gibt es einen positiven Corona-Fall. Aktuell ist noch nicht bekannt, ob es sich um ein Kind oder einen Mitarbeiter handelt. Momentan werden alle Kontaktpersonen ermittelt, die sich in Quarantäne begeben müssen. 

Über das Wochenende und den Montag wurden sechs Neuinfektionen gemeldet. Damit beträgt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Nürnberger Land 788. Insgesamt gelten 696 Personen als genesen, 45 Personen sind mit oder am Coronavirus verstorben. Der Inzidenzwert steigt auf 24 bzw. 14,12 pro 100.000 Einwohner. Die Fallzahlen im Detail (Nennung ab fünf Fällen):

  • Altdorf: 63
  • Burgthann: 54
  • Feucht: 65
  • Happurg: 16
  • Hersbruck: 39 
  • Kirchensittenbach: 7
  • Lauf: 121 
  • Leinburg: 31
  • Neuhaus: 6
  • Neunkirchen: 30
  • Ottensoos: 17
  • Pommelsbrunn: 14
  • Reichenschwand: 8
  • Röthenbach: 156 
  • Rückersdorf: 16
  • Schaittach: 27
  • Schwaig: 52
  • Schwarzenbruck: 18
  • Simmelsdorf: 5
  • Velden: 20
  • Winkelhaid: 16

Update vom 27.09.2020: Neuer Corona-Fall an Realschule im Nürnberger Land

An der Oskar-Sembach-Realschule in Lauf wurde ein Praktikant positiv auf das Coronavirus getestet. Das Landratsamt Nürnberger Land teilte am Sonntag (27.09.2020) mit, dass sich daher ab sofort etwa 150 Kontaktpersonen in Quarantäne befinden.

Der betroffenen Praktikant hatte am Freitag (25.09.2020) im Laufe des Tages Symptome entwickelt und noch am selben Tag testen lassen. Am Folgetag erhielt er das positive Testergebnis und informierte umgehend den Schulleiter.

Das Gesundheitsamt hat mittlerweile alle Kontaktpersonen ermittelt und eine häusliche Quarantäne für mindestens 14 Tage angeordnet. Alle Betroffenen sollen in dieser Zeit insbesondere darauf achten, ob sie Corona-typische Symptome wie Halsschmerzen, Fieber, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinnes oder Durchfall bekommen. In der kommenden Woche werden alle getestet.

Unter den Kontaktpersonen sind neben den anderen Praktikanten auch Schüler und Lehrer aus fünf verschiedenen Klassen. Sollten im Laufe der Testung weitere Infektionen auftreten, können neben dem Kreis Nürnberger Land auch die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim betroffen sein, da einige Schüler von dort kommen.

Eltern oder Lebenspartner sind laut Landratsamt nicht von der Quarantäne betroffen.

Update vom 24.09.2020: Nürnberger Schulen verschärfen Maskenpflicht

Wie die Stadt Nürnberg am Donnerstag (24. September 2020) mitteilt, verschärfen zwei weiterführende Schulen im Stadtgebiet die Maskenpflicht im Unterricht. "Die Schulleitungen der Bertolt-Brecht-Schule sowie des Johannes-Scharrer-Gymnasiums möchten nach positiven Testergebnissen einer Ausweitung entgegenwirken, indem eine Erweiterung der Maskenpflicht auch während des Unterrichts temporär ab sofort wiedereingeführt
werden soll", heißt es in der Pressemitteilung.

Cornelia Trinkl, Referentin für Schule und Sport, und Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, stimmen dem Vorschlag der  Schulleitungen zu. „Der Gesundheitsschutz der Schüler und aller Beschäftigten an den Nürnberger Schulen hat Priorität. Die Erweiterung der Maskenpflicht auf den Unterricht ist eine tolerierbare Maßnahme“, sagt Cornelia Trinkl.

Seit dem Schuljahresbeginn vor zwei Wochen hatte es an Nürnberger Schulen mehrfach positive Coronafälle gegeben. Diese führten zu zahlreichen Quarantänemaßnahmen, die sowohl Schüler als auch Lehrer und Mitarbeiter der Verwaltung betrafen. 

Update vom 14.09.2020: Corona-Zahlen in Nürnberg seit Montag wieder unter Grenzwert

Die Corona-Zahlen in Nürnberg waren in den vergangenen Tagen außergewöhnlich hoch. Am Wochenende wurde sogar wieder der kritische Wert von mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. In der Stadt lag der Wert am Samstag (12. September 2020) bei rund 37, erläutert Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.

Bei einem Wert über 35 müsste die Stadt eigentlich handeln und Maßnahmen ergreifen, um das Virus einzudämmen. Am Montag (14. September 2020) beträgt der 7-Tage-Inzidenz-Wert allerdings nur noch 26. Wie konnte es zu diesem drastischen Rückgang kommen?

Die hohen Zahlen in der vergangenen Woche seien auf verspätete Testergebnisse und den Rückreiseverkehr zurückzuführen, erläutert Referentin Walthelm. Somit sei auf einen Schlag eine Vielzahl positiver Ergebnisse in die Statistik eingelaufen. Nach Ablauf der Woche tauchen nun die Zahlen nicht mehr in der aktuellen 7-Tage-Inzidenz auf, dementsprechend niedriger ist der Wert.

Aktuell bewege sich Nürnberg auf einem Niveau von rund 25 neuen Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner, sagt die Referentin. Damit liegt die Stadt erneut weit unter dem kritischen Grenzwert.

Völlige Entwarnung möchte sie aber nicht geben. "Im Vergleich zum Frühsommer gibt es wieder mehr Fälle." Sie appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und auf das Tragen eines Mundschutzes zu achten.

Update vom 08.09.2020: Neuinfektionen in Nürnberg sind gestiegen

Die Corona Neuinfektionen in Nürnberg sind leicht gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt demnach bei 37. Der bayernweite Frühwarnwert liegt bei 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern. Grund dafür seien die Reiserückkehrer, so die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung.

Aktuell müssen jedoch keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Die Corona-Warnstufe gelb wird auch nicht in Kraft gesetzt. Das städtische Gesundheitsamt begründet diese Entscheidung damit, dass der steigende Wert auf verzögerte und gesammelt erfolgte Befundmeldungen zurückzuführen ist. Ein Großteil der neuen Coronafälle geht auf Reiserückkehrer zurück. „[...] Viele der uns gemeldeten Testergebnisse weisen zudem eine geringe Viruskonzentration auf, das heißt diese Personen können niemanden mehr anstecken. Deshalb müssen wir im Moment keine weiteren Maßnahmen veranlassen“, sagt Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.

Unter Quarantäne: Coronafall in weiterer Gemeinschaftsunterkunft aufgetreten

Außerdem wurde ein Bewohner in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft in der Peterstraße positiv auf das Virus getestet. Da es sich bei der Unterkunft um abgegrenzte Apartementanlagen handelt, müsste nicht die gesamte Einrichtung unter Quarantäne gestellt werden. Vorsorglich hat sich das Nürnberger Gesundheitsamt dennoch dafür entschieden. Alle Bewohnerinnen und Bewohner werden getestet. Ergebnisse liegen noch nicht vor. 

Update vom 30.08.2020: Gemeinschaftsunterkunft unter Quarantäne

Eine Bewohnerin einer städtischen Gemeinschaftsunterkunft ist im Rahmen eines Corona-Screenings bei der Aufnahme in das Klinikum Nürnberg am Freitag, 28. August 2020, positiv auf Covid-19 getestet worden. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft stehen unter Quarantäne. Das teilt die Stadt Nürnberg am Sonntag (30. August 2020) mit.  Die Frau zeigte keinerlei Symptome einer Covid-19-Erkrankung, hatte jedoch andere Beschwerden, wegen der sie ins Nürnberger Klinikum Süd kam. Dort wurde sie routinemäßig auf das Coronavirus getestet, heißt es seitens der Stadt. Der Test war positiv. Seitdem befindet sich die Frau in Isolation.

Das Personal des Klinikums trug zu jeder Zeit Schutzkleidung. Eine Mitpatientin gilt als direkte Kontaktperson - diese wurde bereits getestet und hat einen negativen Befund. Die drei engen Kontaktpersonen der Bewohnerin in der Gemeinschaftsunterkunft befinden sich in der Einrichtung auf einer eigenen Etage isoliert in Quarantäne.

Gemäß Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung wurde die gesamte betroffene Gemeinschaftsunterkunft in der Schloßstraße umgehend  vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Die Versorgung der rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner ist über das Sozialamt sichergestellt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung werden aktuell getestet, Ergebnisse liegen noch nicht vor. In der betroffenen Gemeinschaftsunterkunft gab es bereits Ende Juli 2020 einen positiv getesteten Bewohner. Auch dort wurden alle Bewohnerinnen und Bewohner unter Quarantäne gestellt und getestet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner liegt in Nürnberg aktuell bei 20,45. Die Fälle der vergangenen Woche gehen zum überwiegenden Teil auf Reiserückkehrer zurück.

Update vom 28.08.2020: Neues Covid-19-Testzentrum am Flughafen geht in Betrieb

Wie die Stadt Nürnberg mitteilt, wird am Montag (31. August 2020) ein neues Corona-Testzentrum den Betrieb aufnehmen. Die Einrichtung befindet sich am Albrecht-Dürer-Flughafen in der Flughafenstraße 100 auf dem Parkplatz 7. Zunächst können dort bis zu 3000 Tests an einem Tag durchgeführt werden. Geöffnet hat das Zentrum Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr - die Tests sind für Nutzer kostenfrei.

Erhält auch Nürnbergs ZOB bald eine eigene Corona-Test-Station?
 
Die Terminreservierung erfolgt online. Die Website ist ab Samstag (29. August 2020) um 8 Uhr erreichbar. Dort können sowohl Gruppen- als auch Einzelanmeldungen getätigt werden. Das Zentrum ist für alle Bürger des Freistaates Bayern geöffnet - die Tests sind für Nutzer kostenlos. Wer nicht die Möglichkeit zu einer Online-Reservierung hat, kann sich auch vor Ort registrieren lassen. Dies kann jedoch mit längeren Wartezeiten verbunden sein.

Die Ergebnisse werden anschließend per E-Mail an die registrierten Testpersonen verschickt - im Falle eines positiven Ergebnisses zusätzlich direkt an das zuständige örtliche Gesundheitsamt. Laut des Betreibers sollen die Ergebnisse innerhalb von 24 bis maximal 36 Stunden vorliegen.

Bei Symptomatiken wie Fieber, Husten und Halskratzen darf das Testzentrum nicht betreten werden - in diesem Fall müssen sich die Personen für einen Test an ihren Hausarzt wenden. Die beiden anderen Testzentren am Flughafen für Reiserückkehrer bleiben weiterhin bestehen.

Außerdem wird am Montag (31. August 2020) ein weiteres städtisches Bürgertelefon eingerichtet. Es ist Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 16 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr unter 0911 64375888 erreichbar.

Update vom 21.08.2020: 23 neue Corona-Fälle in Nürnberg innerhalb eines Tages

Bis Freitag (21. August 2020) um 12.30 Uhr hat das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg 1372 nachgewiesene Infektionsfälle registriert. Das sind 23 Corona-Fälle mehr als am Vortag. Davon befinden sich 137 Menschen in Quarantäne, 1182 Personen wurden aus der Quarantäne entlassen. 53 Infizierte sind verstorben.

In den Nürnberger Krankenhäusern werden aktuell vier Covid-19-Patienten intensiv beatmet, neun erkrankte Personen werden auf Normalstationen behandelt.

Die höheren Zahlen gehen laut Stadt Nürnberg "zu 80 Prozent auf Reiserückkehrer" zurück. "Es kommen jetzt, zur Halbzeit der Sommerferien, vermehrt Urlauberinnen und Urlauber heim", heißt es vonseiten der Stadt. In den Zahlen enthalten seien auch Ergebnisse aus den Testzentren vom Flughafen und Hauptbahnhof. Durch die Deklaration von Spanien als Risikogebiet werde zusätzlich vermehrt auch hier bei Heimkehrern getestet.

Auch dem Landratsamt Nürnberger Land liegen am Freitagnachmittag aktuelle Zahlen vor: "Heute wurde eine Neuinfektion gemeldet, aus Schwarzenbruck", heißt vonseiten des Landratsamtes. Seit Beginn der Pandemie hat es 682 bestätigte Fälle im Landkreis gegeben. "618 Personen gelten als genesen, es bleibt bei 45 mit oder am Corona-virus Verstorbenen."

Die 7-Tage-Inzidenz im Nürnberger Land liegt am Freitag bei 11 bzw. 6,47 auf 100.000 Einwohner.

Die schwere Corona-Test-Panne in Bayern weitet sich indes weiter aus. Inzwischen zeigt sich, dass auch der Flughafen in Nürnberg massiv betroffen ist.

Update vom 05.08.2020: Nach neuen Corona-Fällen in Nürnberg: Gesundheitsamt teilt Maßnahmen mit

Zu den in den vergangenen Tagen neu aufgetretenen Coronavirus-Infektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg weitere Details mitgeteilt. 

Demnach stehen die Bewohner der städtischen Gemeinschaftsunterkunft in der Schloßstraße weiterhin unter Quarantäne und werden vom BRK versorgt. Muttersprachliche Hygienelotsen sind vor Ort. Der dort wohnende und positiv getestete Pflegehelfer ist isoliert untergebracht. Die bisher durchgeführten Tests der überwiegenden Bewohnerschaft hatten durchweg negative Ergebnisse. Es stehen aktuell nur noch wenige Ergebnisse aus. "Wir gehen davon aus, dass kein größerer Infektionsherd entstanden ist", äußerte Gesundheitsreferentin Britta Walthelm gegenüber inFranken.de

In der einen Kindertagesstätte, in der eine Erzieherin positiv getestet worden war, konnte die Testung Anfang der Woche abgeschlossen werden. Alle Abstriche hatten negative Ergebnisse. Bei der zweiten Kita, in der ein Erzieher positiv getestet worden war, wurden etliche Kinder bereits über niedergelassene Ärzte abgestrichen. Bisher liegen davon nur negative Ergebnisse vor. Weitere Tests erfolgen durch das Gesundheitsamt.

In einem der beiden betroffenen Pflegeheime wurde die eine positiv getestete Bewohnerin isoliert untergebracht. Die Kontaktpersonen wurden ermittelt und unter Quarantäne gestellt. Angehörige und Bewohner des Wohnbereichs wurden durch Aushänge informiert. Das Gesundheitsamt führt einen Reihenabstrich des gesamten Heims durch. Auch in dem zweiten von einem Indexfall betroffenen Pflegeheim werden von Bewohnern sowie dem Personal Rachenabstriche genommen.

Drei Corona-Infizierte im Klinikum Nürnberg Süd - Mitarbeiter in Quarantäne

Im Klinikum Nürnberg Süd wurde am 30. Juli bei fünf Patienten auf der geriatrischen Station das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen. Die Klinik-Leitung hat umgehend reagiert, die Behörden informiert und die betroffene Station sofort für weitere Patienten und Besucher geschlossen. Alle 29 Patienten auf der betroffenen Station wurden demnach sofort getestet, ebenso die Beschäftigten. Das Ergebnis: Es waren keine weiteren Patienten betroffen, und von den 35 getesteten Mitarbeitern wurde nur einer positiv getestet, der sich laut Presse- und Informationsamt der Stadt Nürnberg seitdem in Quarantäne befindet.

Die bereits umfangreichen Hygienemaßnahmen auf der betroffenen Station wurden verschärft: Die Patienten liegen alle isoliert. Von den anfangs fünf positiv getesteten Patienten im Klinikum Süd sind laut Gesundheitsamt inzwischen nur noch drei mit dem Coronavirus infiziert, erklärte Gesundheitsreferentin Britta Walthelm am Mittwoch (5. August 2020) im Gespräch mit inFranken.de.

Zur Corona-Gesamtlage hielt Walthelm in einer Pressemitteilung fest: "Nach mehreren bestätigten Indexfällen in Einrichtungen in Nürnberg in der vergangenen Woche laufen die Maßnahmen im Rahmen der Containmentstrategie des Gesundheitsamts regulär weiter. Bisherige Ergebnisse aus Testungen in den betroffenen Einrichtungen ergaben keine weiteren positiven Befunde."

Insgesamt lagen die Fallzahlen in Nürnberg bis Montag (3. August 2020, 15 Uhr) bei 1209 infizierten und registrierten Personen. Es gab seit Freitag lediglich zwei neue Indexfälle im familiären Kontext. Laut Presse- und Informationsamt wurden keine weiteren Fälle in Einrichtungen registriert. Nürnberg liegt demnach nach wie vor weit unter der in Bayern als kritisch definierten Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Update vom 01.08.2020: Mitarbeiter von Nürnberger Pflegeheim positiv auf Corona getestet

Bei einer Routineuntersuchung in einem Nürnberger Pflegeheim ist Anfang der Woche ein Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden. Das teilt die Stadt Nürnberg am Samstag (1. August 2020) mit. Der Mann wohnt in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft Schloßstraße. Dort sind nun alle 135 Bewohnerinnen und Bewohner vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden, die positiv getestete Person wurde in der Unterkunft isoliert.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft werden durch das Sozialamt betreut und verpflegt. Zudem werden die Bewohner ebenfalls auf das Coronavirus getestet. Ergebnisse liegen laut Stadt noch nicht vor. Das gilt auch für die Personen in dem Pflegeheim, in dem der positive Fall beschäftigt war. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit mögliche Kontaktpersonen.

Weiterhin gab es in zwei anderen Nürnberger Pflegeheimen jeweils einen positiven Fall sowie jeweils einen positiven Fall in zwei Nürnberger Kindertagesstätten. Entsprechende Maßnahmen ergriff auch hier das Gesundheitsamt. Insgesamt gibt es in Nürnberg aktuell 1206 Infizierte (Stand 31. Juli 2020). Nürnberg liege weiterhin unter der kritisch definierten Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in Bayern, heißt es seitens der Stadt.

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.

Lesen Sie auch