In Nürnberg waren am Mittag in den meisten Parkhäusern nur noch wenige Plätze frei. Zwei Innenstadt-Parkhäuser waren sogar bis auf den letzten Platz belegt. In den Fußgängerzonen drängten sich Tausende, die den Feiertag im katholischen Umland nutzten, um auf Schnäppchenjagd zu gehen.

Entsprechend zufrieden zeigten sich am Dienstag die Kaufhäuser im überwiegend protestantischen Nürnberg. Der Geschäftsführer der Galeria Kaufhof, Wolfgang Koss, berichtete, der Andrang habe bereits relativ früh am Vormittag eingesetzt. Viele Oberpfälzer und Oberfranken nutzten den Feiertag ganz offensichtlich als Familieneinkaufstag. Viele suchten gezielt nach preiswerter Sommerkleidung. "Denn manche haben den Sommerurlaub ja noch vor sich", gab er zu bedenken.
Der Kaufhauschef, schloss nicht aus, dass - wenn es bis zum späten Nachmittag weiter so gut laufe - die Umsätze an die eines guten Samstags heranreichen könnten. "Zu uns sind heute viele Kunden gekommen, die wir sonst kaum sehen", berichtete Koss. Die meisten kämen auch mit dem festen Entschluss, sich mit neuer Kleidung einzudecken. Anders als im katholischen Umland ist in Nürnberg und weiten Teilen Mittelfrankens Mariä Himmelfahrt ein ganz normaler Arbeitstag.