Türmchen, Erker und heroische Götterstatuen - die herrschaftliche Villa in der Nürnberger Marienvorstadt repräsentiert wie nur wenige Gebäude in der Frankenmetropole die wilhelminische Zeit. Die großbürgerliche Ausstrahlung der neobarocken Villa steht in deutlichem Kontrast zum künftigen Innenleben des einstigen Wohnhauses der Hopfenhändler-Familie Hopf: Von Ende Mai an soll in dem lange leerstehenden Gebäude moderne Kunst aus der Region ausgestellt werden. Schon befürchten manche, das Gebäude selbst könnte zur größeren Besucher-Attraktion werden als die dort ausgestellten Werke.

Denn allein die seit 1972 unter Denkmalschutz stehende Villa, die derzeit mit Unterstützung des Freistaats für 6,29 Millionen Euro umgebaut wird, ist einen Besuch wert.