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Nächster Engpass trifft Franken: So teuer wird der Fisch jetzt - und wer daran schuld ist

Aktuell läuft die Karpfen-Saison, doch diesmal sind die tierischen Ressourcen knapper als sonst. Ein fränkischer Experte erklärt, welche drei Gründe dahinterstecken.
Karpfen wird in Franken knapp
Von September bis April ist in Franken Karpfenzeit, doch die Zucht verursacht derzeit Mehrkosten. Foto: PublicDomainPictures/Pixabay.com (Symbolbild)

Die Karpfen sind knapp in Bayern: Da es im Frühjahr zu wenig Satzfische gab, ist die Menge an Speisekarpfen nun deutlich geringer als in früheren Jahren. Das trifft vor allem Fischliebhaber in Franken hart.

Dabei sei der Karpfen vor allem in der nordbayerischen Gastronomie ein sehr beliebtes Gericht: "Das liegt auch daran, dass der Karpfen als nachhaltig erzeugtes, regionales Produkt und wegen der wertvollen Omega-3-Fettsäuren alle Ansprüche erfüllt, die Verbraucher*innen heute an Lebensmittel stellen", erklärte Martin Oberle, der beim Institut für Fischerei an der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) tätig ist.

Karpfen sind knapp und teuer: Das sind die Gründe dafür

Probleme bereiten nach LfL-Angaben die Fischotter, der den Teichwirten Verluste beschert. Und auch in der Teichwirtschaft sind die Preise gestiegen: Satzfische, das sind kleine Fische zur Aufzucht, Futtermittel und Energie, verursachten Mehrkosten von 70 Cent bis 1 Euro pro Kilo Karpfen, hieß es. Hinzu kämen noch die steigenden Kosten in der Gastronomie. Deshalb sei eine Portion gebackener Karpfen im Schnitt etwa 1,50 Euro teurer als im Vorjahr.

Karpfen-Erzeugung in Teichen sei sehr umwelt- und klimaschonend, werben die LfL-Experten. Sie böten für viele seltene Tier- und Pflanzenarten einen besonderen Lebensraum, halten Wasser in der Landschaft zurück und fördern das Kleinklima.

Karpfengerichte gibt es vor allem in Franken und in der Oberpfalz traditionell in Monaten mit einem "r", also von September bis April. Von September an werden die Teiche abgefischt.

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