Im Tarifkonflikt der bayerischen Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall mit einer deutlichen Ausweitung der Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber verstärken. Bereits für diesen Dienstag (3. Mai) hat die Gewerkschaft Beschäftigte in mehr als 100 Betrieben zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, Zehntausende dürften sich daran beteiligen. Schwerpunkte sind die Regionen Nürnberg und Schweinfurt. "Am Mittwoch werden wir dann die Beteiligung nochmals steigern", erklärte Bayerns IG-Metall-Bezirkschef Jürgen Wechsler am Montag in München.

Die IG Metall verlangt fünf Prozent mehr Geld für die gut 800 000 Beschäftigten der Branche in Bayern. Die Arbeitgeber haben bei zwei Jahren Laufzeit stufenweise 2,1 Prozent sowie eine Einmalzahlung angeboten. Nach einer weiteren Warnstreikwelle in der kommenden Woche dürften die Verhandlungen etwa Ende kommender Woche fortgesetzt werden, sagte ein Gewerkschaftssprecher.
Ein genaues Datum stand aber zunächst nicht fest.

Auch am Montag gab es weitere Warnstreiks in über 20 Betrieben, darunter beim Flugzeugbau- und Rüstungskonzern Airbus in Manching, beim Autozulieferer Grammer in Amberg und beim Getriebehersteller Renk in Augsburg. Bis zum Nachmittag waren nach Gewerkschaftsangaben rund 4200 Beschäftigte zeitweise im Ausstand, weitere Teilnehmer wurden bei den Spätschichten in den Nachmittags- und Abendstunden erwartet.